174
ihr die Differenz dieser Stoffe angeben könntet, nur
electrische Stoffe riecht ihr, die zu der Sippschaft des
Schwefels gehören, als Kampfer, Moschus, ätherische
Oehle, Wasserstoffgas, Gewitterluft, Phosphor u. d.gl.
oder endlich gar die Luft, welche durch das Reiben des
Kupfers electrisch wurde, von dem Geruche bei der
Electrisir - Maschine nichts zu sagen.
Das Riechorgan wird daher später als das Auge
ausgebildet; beide Organe sind Potenzen der pflanzlichen ¬
Natur, folglich ist das weibliche Princip in ihnen
vorherrschend.
Im synthetischen Wasser ist die Formlosigkeit,
die Tendenz zu allen Formen entstanden, das Organ,
in dem alle Formen möglich sind, und das
eben darum alle Formen, und nur diese auffasst, ¬
ist der Tastsinn, gebunden an bewegliche
Finger, die dadurch, dass sie unter sich alle Formen
ausdrücken können, allein die Formen der Körper aufzufassen ¬
und zu erforschen im Stande sind. Wie das
Wasser die Synthese der Erde und der Luft, so der
Tast die des Gefühls und des Auges, der Tastsinn ist
das fühlende Aug, oder das sehende Gefühl.
Es ist hinlänglich bekannt, dass die Gliedmassen,
die Träger des Tastsinns im Embryo erst später zum
Vorschein kommen. In den Kaulquappen treten sie
erst hervor, nachdem er schon lange vorher im Wasser
umhergeschwommen, wie man es bei Jacobäus, Swammerdam ¬
und Rösel nachsehen kann, bei den Säugthieren ¬
aber und den Vögeln bestimmt nach der Erscheinung ¬
der Unterlippe oder des Unterschnabels, und
der Augen.