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lauf todt, so lang ihr dieses aus der untern Hohlader
aufsteigende Blut durch die rechte Herzkammer wie
durch die linke gehen lasset, denn dadurch ist wieder
der Gegensatz aufgehoben, indem dem rechten Sinus
zugemuthet wird, er solle sich durch arterioses Blut
zusammenziehen. Das untre Hohladerblut darf nur in
den linken, das obre nur in den rechten Sinus
kommen.
Das Blut des Fötus wird im Mutterkuchen nicht
oxydirt, und desoxydirt, dadurch, dafs es von der
Mutter zum Fötus, und von diesem in sie zurückgeht, ¬
sondern ganz auf dieselbe Weise, wie die Oxyund ¬
Desoxydation in der Lunge vor sich geht, wo
der Sauerstoff durch die Wände der Bläschen mit dem
Blute sich vereinigt, denn eine andere Verbindung
hat nicht statt, zwischen den kindlichen und den mütterlichen ¬
Gefassen, da hingegen die Nabelarterien mit
den Nabelvenen anastomisiren, und dennoch das
Blut in den letzten hochroth in jenen aber dunkelroth ¬
ist, was zwar Autenrieth und Schütz g) widersprechen, -
aber bei Weitem von den meisten Zootomen ¬
überstimmt werden.
Wenn der Mutterkuchen des Fötus — Lunge ist,
und folglich der mütterliche Antheil gleich der atmosphärischen ¬
Luft, so kann weder Blut noch eine Art
von Milchsaft aus diesem in jenen übergehen; denn
dieses widerspricht schlechthin der Natur dieser Function, ¬
der Oxydation, die nie ein Ernährungsprocefs
sein kann, und wie sollte denn auch Blut oder irgend
9 Diss. in m. s. Exper, c. calorem Foetus etsang etc, Tab.
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