Volltext : Oken, Lorenz: Die Zeugung

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rer  Muscheln,  und  das  schwarze  der  Mahlermuschel,
wobei  er  eher  auf  die  Milz-  als  auf  ein  Geschlechtsorgan ¬
  fallt,  als  wenn  jenes  wesentlicher  für  die  Thierheit
ware  als  dieses.
Auch  ist  der  Gedanke  sehr  natürlich,  dafs  die
Muscheln  ihre  Eier  ins  Wasser  lassen,  und  so  die
Mannchen  den  Samen,  wobei  weiter  nichts  geschieht,
als  was  von  den  Fischen  erwiesen  ist;  diejenigen  aber,
welche  lebendige  Junge  von  sich  geben,  diesen  Samen
durch  die  Athmungsröhren  einsaugen,  und  damit  die
Eier  befruchten.  Die  Erfahrung,  dass  das  Austernwasser ¬
  mit  Infusorien  angefüllt  ist,  ist  kein  schwacher
Grund  für  diese  Meinung:  so  schwebt  die  Empirie  zwischen ¬
  unzähligen  Vielleicht,  härreud  bis  eine  höhere ¬
  Auflösung  das  wahre  herauszuziehen  lehrt.
Die  meisten  Würme  sind  getrennten  Geschlechts,
und  in  den  Iusekten  sind  wahrlich  die  Staubfaden  als
Mannchen,  die  Stempel  der  Blume  als  Weibchen  davon ¬
  geflogen.
Im  ganzen  Thierreiche  ist  noch  kein  Zwitter,  selbst
nicht  Swammerdams  Schnecken  als  solche,  die  sich
selbst  begatten,  erwiesen,  so  sehr  auch  die  neuern  dieses ¬
  gegen  Swammerdam  behaupten,  obschon  nicht  ganz
ohne  Grund,  wenn  man  die  fünfte  und  siebente  Figur
seiner  achten  Tafel,  und  die  zehnte  der  fünften  mit
einander  und  mit  den  Listerschen  m)  vergleicht,  wo
die  sogenannten  Hoden  unmittelbar  mit  dem  Uterus  in
Verbindung  stehen,  ich  aber  behaupte,  dass  wir  bei
diesem  Zeichnungen,  wo  derselbe  Theil  bald  Eierstock,
m)  Exercit,  anarom.  altera  1695.
K
            
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