159
Oben wurde bewiesen, daßs der Embryo, der noch
Polyp, oder der noch von der Feuchtigkeit des graafischen ¬
Blaschens und noch nicht von dem im Uterus abgesonderten ¬
Safte lebt, keine Geschlechtstheile habe,
denn er ist blofs mannliches Princip, ohne Gegensatz
mit einem weiblichen, und eben daher, nichts Mannliches: ¬
nun ist aber die Aufsaugung des Embryo aus dem
Safte des Uterus eine Pflanzenwerdung, die Pflanzenwerdung ¬
aber ist Geschlechtsentwicklung, also beginnt ¬
jetzt erst der Moment des Differenzirens ¬
in Männliches und Weibliches.
Die Pflanze produciret nur Zwitter im gemeinen
Sinne, das Weib würde dieses auch thun, wenn es
nicht durch den Mann ins Ungleichgewicht wäre gesetzt ¬
worden, daher, abgesehen von aller männlichen
Influenz, wird das Weib ein Weibliches erzeugen, ein
Männliches nur in dem Falle, wenn das männliche
Princip in ihm überwiegend würde; nun aber ragt im
Weibe nicht nur nicht mehr das Männliche vor, sondern ¬
es steht nicht einmal mehr im Gleichgewichte als
Zwitter, daher produčirt das Weib, wo es frei producirt, -
wieder ein Weibliches.
Es hält aber das männliche Princip, welches dem
Weibe von aufsen zugeführt würde, mit dem dem
Weibe eigenen männlichen dem weiblichen das Gleichgewicht, ¬
und in diesem Falle kann nichts entstehen,
der Beischlaf ist unfruchtbar; denn ein Mädchen kann
nicht entshehen, weil das weibliche Princip nicht überwiegt, ¬
ein Knäbchen kann nicht entstehen, weil das
männliche Princip ebenfalls nicht üherwiegt. Aber
es kann auch kein Zwitter entstehen, denn es ist hier