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Im philosophischen Sinne ist daher nur
im Thiere Geschlecht, nur es ist Zwitter;
denn es allein hat männliche und weibliche Organismen, ¬
da in allen andern Lebendigen nur das eine, oder
das andere gebildet liegt. Das Infusorium ist nur halbes ¬
Geschlecht und eben daher gar keines, und so die
PHlanze. Alles auf der Erde, was nicht Thier
ist, ist geshlechtslos. Die Staubfaden sind in der
Thät kein wahrhaft Männliches, sondern nur das Männliche ¬
unter der Form der Weiblichkeit, sie sind das
in der Corolle, was die Clitoris in der Vulva ist. Was
daher geschlechtslos ist, ist kein Thier.
Dieses ist endlich der höchste Beweifs von der nothwendigen ¬
Getrenntheit des männlichen und weiblichen
Geschlechts im Thiere, eben weil in ihm beide Geschlechter ¬
gleichmächtig ausgewirkt sind. Das Geschlecht ¬
ist seinem Wesen nach getrennte Mannheit
und Weibheit, und man kann nicht fragen, warum in
dem Thierreiche die beiden Geschlechter an zwei Individuen ¬
vertheilt sind, hingegen in den Pflanzen meistens ¬
nur an Eines. Das ist keine Geschlechtsfunction, ¬
wo sie an Ein Individuum gefesselt -
sein soll, es ist nur ein Fortpflanzen desselben
durch Ableger. Im Menschen ist die Trennung und
zugleiche Vereinigung am vollkommensten erreicht, da
er die höchste Totalität ist, in der die Polypen und
Pllanzenwelt auf die vollkommenste Weise verbunden
sind. Mann und Weib sind der vollkommenste Zwitter, -
und aufser ihnen gibt es keinen.
Producirt das männliche Geschlecht immer ins Unendliche ¬
nur sich selbst, so mufs es auch überall, wo