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rungsgefaße reichen kaum über die Haut hinaus, und
saugen da den Chylus ein, der schon gezwungen ist, im
Schafwasser zu ihnen hinzuschwimmen; denn die Nabelschnur ¬
ist keine Wurzel, ausgesendet um fremde
Nahrung zu suchen. In einem jeden Falle aber ist die
Existenz an zwei Individuen vertheilt, an das mütterliche ¬
und das fotale Princip, nemlich an das Ernahrende, ¬
und an den Keim; wie die Pflanze an die Erde,
so der Fmbryo durch die Zotten des Chorions an die
innere Flâche des Uterus.
In dieser Epoche der Entzweiung tritt
das Geschlecht hervor, denn alles Geschlecht ist
Pflanzennatur, der Embryo wird aber jetzt erst durch
die Theilung seines Lebens zur thierischen Pflanze, daher ¬
kann die Geschlechtsdifferenz nicht im ersten Zustande ¬
desselben, sondern mufs jetzt erst erschaffen
werden.
Dieses Resultat gehört mit unter die wichtigsten
dieser Theorie. Man weifs, wie die Entstehung des
Geschlechts von jeher der Stein des Anstofses war, wie
viel darüber gedacht, gefabelt, anatomirt, beobachtet
wurde, und doch alles blieb vergeblich. Man versuchte
sogar Anweisungen zur willkürlichen Erzeugung von
Knäbchen und Madchen zu geben; Selbst Aristoteles
hat davon geschrieben, und nach ihm auch einige aus
Liebe zur Wissenschaft, die meisten aber aus blosser
Beutelschneiderei, womit sie vorzüglich in neuern Zeiten ¬
das Publicum betrogen, wovon z. B. der Küster
Henke, und einige Franzosen eclatante Muster sind.
Die altesten Meinungen hierüber vertheilten die
Geschlechter nach den Hoden; in dem rechten sollte