Volltext : Oken, Lorenz: Die Zeugung

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gleichen,  so  wäre  es  nicht  schwer,  in  der  Symmetrie
der  Antheren  die  der  Hoden,  besonders  aber  in  den
weiblichen  Theilen,  da  die  Pflanze  ihrem  Pflanzensein ¬
  nach  ganz  Weibheit,  die  nöthige  Gleichheit  aufzuzeigen. ¬
  Die  Narbe,  der  Griffel,  die  Samenkapsel
und  endlich  die  Samenkörner  sind  gleich  wieder  zu
finden;  die  wichtigste  Gleichheit  liegt  aber  in  der  Substanz ¬
  der  Körner,  welche  nur  Eiweifs,  und  keinen
Dotter  enthalten,  und  daher  denselben  als  graafische
Blaschen  in  der  Erde  suchen.
So  hat  man  auch  die  Eier  der  Insecten  gefunden,
und  gemass  ihrer  Homogeneität  mit  den  Pflanzen
wird  und  muss  man  es  durchgangig  so  in  den  niedersten ¬
  Thierklassen  finden,  welches  ein  charakteristischer
Unterschied  zwischen  den  höhern,  und  niederern  eierlegenden ¬
  Thieren  macht,  wie  wir  ferner  hören  werden. ¬
  Schade,  dass  die  Erfahrung  hierüber  so  wenig
geleistet  hat.
Das,  was  der  Blütenstaub  dem  weiblichen ¬
  Eiweifse,  der  Pflanzencicatricula  zuführt, ¬
  sind  Infusorien;  ist  ein  unmittelbarer
Ausspruch  der  Wissenschaft,  wenn  auch  die  Erfahrung ¬
  hierüber  immer  stumm  gewesen  wäre,  denn  er
ist  ja  die  männliche  Function,  diese  aber  ist  durchaus ¬
  nur  eine  Action  der  Infusorien,  welche  sich  hier
unter  der  Form  der  Pflanze  vermehren.  Ich  überlasse ¬
  es  der  Erfahrung  diesen  Ausspruch  zu  bestätigen,
glaube  aber  jetzt  schon,  dass  alle  Gründe,  welche  von
Gleichen  in  seiner  Abhandlung  über  die  Samenthierchen, ¬
  gegen  diese,  in  sofern  der  Blütenstaub  aus  ihnen
bestehen  soll,  vorbringt,  gerade  meine  Behauptung
            
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