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Körnchen durchaus männlichen Samen nennen, der
sich ohne weiblichen Uterus synthesirt, und so ist
dieses eine Fortpflanzung des männlichen als solchen,
unabhängig von einem weiblichen, und hiemit ist
den Kügelchen ihre wahre Bedeutung gegeben; Eier
können sie nie genannt werden. In demselben Sinn
erzeugen sich auch die Pflanzen, aber immer nur auf
weibliche Weise.
Dass die Pflanzen männliche und weibliche Geschlechtstheile ¬
haben, dafs diese sich mit einander
bei der höchsten Ausbildung der Pflanze vereinigen,
und die höchste Ausbildung selbst nichts anders ist,
als Geschlechtsfunction, dass aus dieser Begattung
und nur aus dieser fruchtbarer Samen hervorgebracht
wérde, ist in der Pflanzenphysiologie so gewifs, daſs
jede fernere Nachweisung Ueberflufs wäre. Die Weiblichkeit ¬
aber ragt mächtig über das Männliche hervor, ¬
und erfüllt die ganze Blume mit ihren Eiern.
Pilze, Flechten sind für die Pflanze das, was die
Eingeweidwürme für die Thiere, nämlich Rückkehrungen ¬
in die Urform der Pflanze, und daher ist ihr
Geschlecht gleich dem der letzten gleichgültig.
Dem Charakter der Pflanze gemäss sind
beide Principen Einem Individuum (so will
ich es aus Mangel der Worte nennen) eingeboren,
beiderlei Geschlechtstheile stehen auf Einem Stamme,
in Einer Blume. Denn das Vorbild der Pflanze ist
eine einfache Figur, obgleich mit innerer Entgegengesetztheit, ¬
der Kreis; der active Diameter ist unzertrennlich ¬
von der passiven Peripherie. Pflanzen
mit getrennten Geschlechtern, als ein - zwei- vielhäu¬