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Bedeutung, sondern als Zweiseitigkeit, als Polaritat:
diese Duplicitat ist Geschlecht — Der Hauplcharakter
der Pflanze ist das Geschlecht, sie ist durchaus dieses,
soweit sie Pflanze ist; nur in sofern sie Polyp ist, ist
sie geschlechtslos, und pflanzet sich durch Ableger
fort.
War die Linie das Vorbild der Polypen, so ist der
Kreis das der Pflanzen. Der Kreis ist Linie, insoweit
er nur durch einen Durchmesser möglich ist, so ist
die Pflanze Polyp; er ist aber auch blosser Kreis in
der Peripherie, wo kein Theil die Natur der Linie
in sich trägt, und ewig mit jedem andern in Feindschaft ¬
lebend ewig mit den andern nie gleiche Richtung ¬
halt. Der Kreis selbst bestehet weder aus dieser ¬
blossen linienlosen Peripherie, noch aus dem
blossen kreislosen Diameter, sondern nur aus und in
diesen beiden. Daher ist sein innerstes Wesen Heterogeneität, ¬
obgleich diese Heterogeneität nur ein das
sich immer gleiche Individuum ausmacht, nemlich
den Kreis, der daher heterogen in der Homogeneität
ist. So die Pflanze, so das Geschlecht.
Mit dem Pflanzenorganismus tritt das
Geschlecht zuerst in die Welt ein, und wo
Geschlecht ist, da kann es nur sein, wo
sich die Pflanzennatur erhalten hat. Sie hat
sich aber nothwendig erhalten in allen ihr höhern
Organisationen, denn sonst wären sie ja nicht höhere,
folglich hat jedes Thier Geschlechtsfunctionen, und
was keine hat, ist kein Thier.
Hieraus folgt nun nicht, dafs etwa der Voloox
globator nach Trembleys Entdeckungen ein Thier sei,