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Wenn jedoch dieses Geschlechtsfunctionen sind, so
weifs ich nicht, warum man nicht auch die Fortpflanzung ¬
der Weide durch Setzlinge eine Geschlechtsfunction ¬
nennt, und als nothwendige Folge mit diesem,
auch so das Hervorsprossen eines jeden Zweiges des
Baumes; aber eben dieses ist der Beweis für die Geschlechtslosigkeit, ¬
für das Fortsprossen in Aeste und
Zweige, oder bei den Polypen in Körnchen, bei den
Korallen in Sprossen, die sich ablösen, und so den
Stamm ins Unendliche ausdehnen. Genauer möge man
den ganzen Polypen, dieses sogenannte Thier, in empirischer ¬
Hinsicht einen Eierstock, oder wie es sich
bald zeigen wird, aufs bestimmteste männliche Genitalien ¬
nennen, die für sich im Wasser umherschwimmen, ¬
sich ernähren, bewegen, Samen ab - und aussondern, ¬
und sich so fortpflanzen.
Die Pflanze ist den Infusorien, überhaupt ¬
der ganzen Polypen — oder wie wir
es auch nennen können, der Korallenwelt
entgegengesetzt, und doch ist sie es, durch die diese
mit dem Thiere in Verbindung stehet. Der Charakter
der Pflanze ist daher eine innere Zweiseitigkeit, vermöge ¬
der einen Seite ist sie gegen die Polypen gestellt,
vermöge der andern gegen die Thiere, und eben dadurch ¬
homogen mit den Polypen, indem diese durch
sie hindurch gehen müssen, um zum Thiere zu gelangen, ¬
um Thier zu werden.
Diese Unzufriedenheit der Pflanze mit sich selbst,
dieses Streben aufser sich ein Ergänzendes zu suchen,
an dem sie sich erhalten könnte, offenbart sich als eine
Duplicitat in ihr, nicht als Zweiheit in numerischer
Bedeu¬