Metadata : Oken, Lorenz: Die Zeugung

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der  Mutter  zum  Menschen,  der  die  gleiche  Ernährung
in  den  Speisen  fortsetzt,  Geschlechtsfunctionen  erhält,
und  wenn  der  Zutritt  neuer  Infusorien  versagt  ist,  sein
Fleisch  dem  Ursprunge  wieder  zurückgiebt,  wieder
sich  in  die  ewigen  Infusorien  verwandelt.  Wie  wenig
beweisen  nun  die  Geschlechtsfunctionen  der  Eingeweidwürme ¬
  fur  die  Entstehung  aus  Eiern,  da  nach  unserer ¬
  hier  deutlich  entwickelten  Ansicht  ursprünglich  kein
Thier  aus  einem  Ei  entsteht  —  Nullum  vivum  ex  Ovo!
Die  Welt  des  Organischen  ist  geschieden  in  Infusorien, ¬
  Pflanzen  und  Thiere.  Jene  die  einfachsten  Organisationen, ¬
  ganz  zufrieden  und  eingeschlossen  in  sich
selbst,  durchgängig  identisch  in  der  Masse,  denn  Orgaganen ¬
  und  Verrichtungen  kennen  nichts  von  der  innern
Entzweiung  des  Individuums,  vermöge  deren  es,  gleichwohl ¬
  für  sich  ein  Ganzes,  doch  noch  eine  Ergänzung
über  sich  hinaus  sucht.  Sie  sind  ein  unendliches  Wachsen ¬
  ohne  allen  Absprung,  und  zertheilen  sich  aus  innerer ¬
  Kraft,  ohne  irgend  der  Hülfe  eines  sie  erst  ergänzenden ¬
  Individiums  zu  bedürfen,  nicht  in  ein  solches
Infusorium,  mit  dem  sie  im  geringsten  in  Duplicitat
gerathen  könnten,  sondern  in  ein  dem  ersten  und  allen
ganz  in  Masse  und  Function  gleiches  Individium  ohne
alle  Geschlechtsverschiedenheit:  ein  ausgewachsener
Glockenpolyp  theilt  sich  der  Länge  nach  in  zwei,  und
so  ist  die  Vermehrung  geschehen,  sagt  Trembley;  das
Eins  wird  zu  noch  einem  Eins,  und  so  fort,  es  ist  eine
endlose  Wiederhohlung  des  Eins  als  Eins;  aber  nie
wird  aus  diesem  positiven  Eins  ein  negatives.  Diese
und  bei  der  Samenbildung,  auch  im  Chylus  sind  sie  zu  entdecksn, -
  obgleich  weiniger  leicht,  weil  sie  da  noch  zu
stark  gebunden  liegen.
            
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