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etwas weniger Samen aufgezogen wird, da kein Theil
desselben für dieses oder jenes Organ präformirt ist, sondern ¬
jedes Organ erst durch die Synthese entsteht, eben
so wenig wird auch aus überflüssigen Samen ein Organ
zu viel wachsen, aus demselben Grunde — im Ganzen
aber ist nie zu viel Samen da, weil nicht aller zum Embryo ¬
verwendet wird, und die Menge als Vehikel der
Urthiere so nothwendig ist, als der Saft der Prostata,
um die Flüssigkeit leichter aus der Ruthe zu bringen,
daher er denn nach diesem geleisteten Dienste aus der
Scheide wieder fortgeht, ja viele Gelehrte halten ernstlich ¬
die Flüssigkeit in den Samenblaschen nicht einmal
für Samen — Dafs aber einmal mehr als das andre Samen ¬
abgesondert werde, welches von der Enthaltsamkeit ¬
des Mannes abhängt, ist ein nicht zu würdigender
kindischer Einwurf, der die Natur zu einer steifen mit
dem Zirkel ängstlich abgestochnen Bildsäule ohne freie
Regung herabzieht: wie der Mensch in seinen individuellen ¬
Handlungen freies Spiel hat, so die Natur;
denn Makrokosmos — Mikrokosmos,
„Da jede Organisation auf eine bestimmte Form beschränkt ¬
ist, so muſs alle ihre Thätigkeit auf Production ¬
und Reproduction dieser Form gerichtet sein. Der
Grund also, warum jede Organisation ins Unendliche
fort nur sich selbst reproducirt, ist in der ursprünglichen ¬
Beschränktheit ihres bildenden Triebs, nicht
aber etwa in präformirten Keimen zu suchen,
für deren Wirklichkeit man auch nicht einen Schatten
von Beweis hat. Die ersten Keime aller organischen
Bildung sind selbst schon Producte des Bildungstriebes. ¬
Auch hat man keinen Grund anzunehmen, dafs