Volltext : Oken, Lorenz: Die Zeugung

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um  sich  her,  so  vermehrt  sich  dafür  die  Bévölkerung,
und  das  Fleisch,  welches  zuvor  die  Natur  im  Wild
gewogen  hatte,  geht  nun  in  menschlicher  Form  umher.
Es  können  daher  nie  mehr  Menschen  entstehen,
als  Nahrung  für  sie  da  ist,  das  heifst,  als  wirklich
Thiere  auf  der  Erde  sind,  und  sind  diese  einstens  alle
verdrängt,  so  wird  die  Masse  der  Menschen  nicht
mehr  und  nicht  weniger  betragen,  als  sie  wirklich  mit
allen  Thieren  zusammen  beträgt,  und  wie  nun  sie
sammt  den  Thieren,  zwar  zunächst  von  einander,
aber  am  Ende  doch  alle  von  Pflanzenfressenden,  und
so  zuletzt  von  Pflanzen  leben,  so  habt  ihr  nie  zu  befürchten, ¬
  dass  die  Menge  der  Menschen  je  so  anwachsen ¬
  wird,  dafs  die  Erde  nicht  mehr  genug.  Nahrung
für  sie  schaffen  könnte.  Die  Pflanzenwelt  steht  ja
wirklich,  und  stand  seit  der  Schöpfung  der  Thiere,
mit  allem  Fleische  im  Gleichgewicht,  dieses  kann  sich
aber  bei  allen  Anstalten  der  Menschen  in  der  Totalsumme ¬
  nie  mehren,  daher  reicht  auch  die  Pflanzenwelt ¬
  immer  hin,  dem  Thiere  oder  dem  Menschen  die
Nahrung  zu  liefern.
Wie  die  Thiere  ins  Unendliche  mit  sich  im
Gleichgewichte  stehen,  und  aller  Wechsel  nichts  ist,
als  ein  Uebergehen  des  Fleisches  von  einem  Thier  in
das  andere,  so  steht  auch  die  Pflanzenwelt  mit  sich
im  Gleichgewichte,  und  werden  heute  gleich  unermessliche ¬
  Wälder  verbrannt,  so  wächst  morgen  aus
der  Äsche  die  gleiche  Quantität  als  Gras  etc.  auf.
Verdrängt  ihr  gleich  durch  Kultur  Millionen  Morgen
mit  Gras  und  Gesträuch  überwachsenen  Feldes,  so
seht  ihr  es  dieselbe  Stunde  mit  der  gleichen  Masse
            
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