Volltext : Oken, Lorenz: Die Zeugung

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goraischen  Traumes,  und  in  der  Physik  des  Peraults
und  anderer,  doch  nicht  ohne  die  Fesseln  des  Jahrhunderts, ¬
  das  sie  beseelte.
So  wie  sie  sich  in  der  allgemeinen  Meinung  erhalten ¬
  hat,  ist  sie  ein  sinnloses  Convolut  von  unendlichen ¬
  Einzelheiten,  die  unter  der  Gestalt  von  Samenatomen ¬
  durch  den  Organismus,  wie  durch  eine  Maschine ¬
  hindurchgehen,  sich  da  oder  dort  sammeln,
oder  auch  wohl,  wenn  der  Platz  tauglich  gefunden
wird,  einzeln  sich  vergröfsern,  und  zu  einem  vollkommenen ¬
  Thier  werden.  Es  ist  im  Grunde  dieselbe ¬
  Hypothese,  welche  die  Infusorien  in  die  Aufgüsse
aus  der  Luft  herbeyströmen  läfst,  um  lich  da  auszubrüten, ¬
  nur  fallt  es  hier  noch  greller  ins  Auge,  dass
das  Erfodernifs,  in  die  Geschlechtstheile  eines  jeden
Thiers  die  gleichen  Samen  aus  der  Luft,  dem  Wasser ¬
  etc.  zu  führen,  eine  höchst  lächerliche  Folge  sei.
Doch  halten  wir  uns  hiebei  nicht  auf,  da  ohnehin ¬
  diese  Meinung  veraltet  ist,  welches  Schicksal  freilich ¬
  auch  die  wahre  von  der  Panspermie  traf.  Legen ¬
  wir  ihr  die  Bedeutung  bei,  welche  oben  der  Generatio -
  aequivoca  gegeben  wurdé,  so  schlägt  sie  ganz
in  unsere  Theorie  ein,  und  behauptet  weiter  nichts,
als  dafs  die  Urthierchen,  welche  sie  Samen  nennt,
oder  was  immer  zur  künftigen  Frucht  bestimmt  ist,
durch  Nahrung,  und  in  sofern  von  aufsen  in  das  Thier
gelangen,  dass  mithin  von  Anbeginn  der  Schöpfung
alle  Keime  zu  den  Thieren  erschaffen  wurden,  die
nun  in  der  Luft,  im  Wasser  in  allen  Speisen-  unter
der  Gestalt  der  Infusorien  aufbewahrt  liegen.  Samen
in  dem  Sinne,  wie  er  eigentlich  genommen  wird,
            
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