Volltext : Frank, Friedrich Anton: Fassliche Anweisung zur Zeichnung der Netze für Erd- und Himmelskugeln, sowie für die gewöhnlichsten Projektionsarten der Planisphären, Welt- und Land- und Sternkarten

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abgerechnet,  hat  sie  aber  vor  allen  übrigen  Methoden ¬
  entschiedene  Vorzüge;  denn  nicht  nur,  daß  die
Meridiane  die  Breitenkreise,  wie  es  wirklich  seyn
soll,  unter  rechten  Winkeln  schneiden,  so  ist  auch
das  Verhältniß  zwischen  den  Längen-  und  Breitengraden ¬
  in  den  Abweichungsgraden  bey  C  und  D
ganz",  in  den  übrigen  aber  beynahe  richtig;  und
weil  die  Grade  der  Abweichung  oder  Breite  in  diesen ¬
  Karten  gleiche  Größe  haben,  so  dient  auch  ein
einziger  Maßstab,  den  Abstand  der  Orter  von  einander ¬
  mit  ziemlicher  Richtigkeit  anzugeben.  Will
man  sich  also  einen  Meilenmaßstab  für  diese  Karte
entwerfen,  so  nehme  man,  weil  hier  das  Format
klein  ist,  am  Rande  zur  Linken  oder  zur  Rechten
wenigstens  10  Grade,  ziehe  in  der  Karte  eine  Doppellinie ¬
  von  eben  der  Länge,  theile  sie,  wie  in  der
Figur,  und  setze  die  Zahlen  hinzu;  es  wird  also
ein  einzelner  Grad  15,  somit  die  ganze  Länge  150
Meilen  haben.  Will  man  daher  die  Entfernung  zweyer
Orter,  z.  B.  Wien  und  Paris,  damit  erfahren,  so
fasse  man  beyde  Orter  mit  dem  Zirkel,  und  trage
sie  auf  den  Maßstab;  die  gefundene  Zahl  Meilen
120  gibt  den  Abstand  beyder  Oerter,  aber  in  gerader
Linie,  an.
            
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