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Europa der 35ste oder 56ste, man sich die Kugel so gewendet ¬
denken muß, daß der 55ste oder 36ste Meridian
in die Achse des Sehwinkels kommt, der sich sodann unter ¬
dieser Bedingung richtig als eine gerade Linie dar
stellen wird. Der bloße Hinblick zeigt den gewaltigen
Unterschied zwischen dem Netze der orthographischen und
stereographischen Projection, obgleich beyde Karten
nach vorgegebener Länge und Breite ausgeschnitten
wurden, und beyde Planisphären nach einem und dem
nähmlichen Maßstabe entworfen sind. Welches Bild
könnte man sich in der orthographischen Projection von
dem nördlichen Theile Europens, der ungemein zu
sammen gedrängt ist, wohl entwerfen? — Die steres
graphische zeiget lange nicht diese Mängel, aber entwirft ¬
auch nichts weniger, als ein getreues Bild; je
doch finden für den Entwurf der Tropenländer beyde
Arten, mehr aber die stereographische, ihre Anwendung. ¬
Aus diesem geht hervor, daß man, um den
Zweck: die Theile der Erde in ihrer verhältnißmäßigen ¬
Größe und Verbindung unter sich zu entwerfen,
von der sogenannten perspectivischen Projectionsart abgehen, ¬
und zu andern, die man unperspectivisch
heißt, seine Zuflucht nehmen müsse. In den folgenden ¬
Paragraphen soll nun die Anleitung zur Verzeichnung ¬
der Netze für General- und Specialkarten
gegeben werden.