Volltext : Frank, Friedrich Anton: Fassliche Anweisung zur Zeichnung der Netze für Erd- und Himmelskugeln, sowie für die gewöhnlichsten Projektionsarten der Planisphären, Welt- und Land- und Sternkarten

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Horizonts  in  zwey  Puncten  (für  die  in  der  Figur  angenommenen ¬
  50  Grade  in  a  und  b)  schneiden;  wird  nun
der  Bogen  ab  des  Meridians,  der  in  dieser  Projectionsart ¬
  freylich  nur  als  eine  gerade  Linie  sich  zeigt
(§.  14.),  halbirt,  so  hat  man  den  Mittelpunct  dieses
Breitenkreises,  der,  wie  die  Figur  zeigt,  eigentlich  der
6oste  Breitenkreis  ist,  und  nun  durch  die  Puncte  a  und
b  gezogen  werden  kann.  Verfährt  man  eben  so  mit
den  übrigen,  so  werden  in  der  Halbkugel  alle  Breitenkreise ¬
  erscheinen,  die  vermöge  ihrer  schiefen  Lage  darauf ¬
  gesehen  werden  können,  und  der  Meridian  DE
wird  hiedurch  perspectivisch  in  Grade  getheilet  seyn.
§.  32.
Um  die  Meridiane  zu  ziehen,  ziehe  man  durch  die
Puncte  AI  und  B  einen  Kreis,  von  dem  aber  hier
das  untere  Stück  zur  Ersparung  des  Raumes  fehlet,
verlängere  den  Durchmesser  DE,  bis  er  unten  den
gezogenen  Kreis,  der  jenen  Meridian  vorstellet,  der
90°  von  Laibach  ost-  und  westwärts  liegt,  in  einem
Puncte,  der  x  heißen  soll,  berühret.  Nun  zähle  man
auf  diesem  Kreise,  der  abermahls  in  360"  zu  theilen
ist,  von  1  weg  nach  M,  und  zwar  westwärts,  weil
der  erste  Meridian  westlich  von  Laibach  liegt,  so  viele
Grade,  als  der  Ort  geographische  Länge  hat  §.  22,  für
Laibach  also  32.  Damit  aber  der  Meridian  von  300
gerade  in  die  Mitte  zu  liegen  komme,  so  wurden  50
von  I  nach  M  getragen,  indem  2'  Unterschied  ohnehin
nicht,  am  wenigsten  aber  in  dieser  kleinen  Figur,  vom
            
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