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liche Halbkugel nach eben diesen Regeln entworfen
wird, und die Gründe dieser Entwerfungsart wieder
aus §. 14. erhellen, bedarf wohl nicht erst einer Erinnerung. ¬
Betrachtet man auch diese Entwerfungsart
mit Aufmerksamkeit, so wird man bald wahrnehmen,
daß sie, obgleich nicht in so hohem Grade als die vorige,
auch ihre Mängel habe; denn sie zeigt den entgegengesetzten ¬
Fehler, zieht nähmlich die Polarländer zusammen, ¬
und dehnet die Tropenländer unverhältnißmäßig
aus. Bey allen dem läßt sie den Ländern noch so ziemlich ¬
ihre natürliche Gestalt, hat entschiedene Vorzüge
vor der vorigen, und findet daher in der Geographie
häufig ihre Anwendung.
C. Für die orthographische Aequatorial ¬
-Projection.
§. 29.
Ziehe man Fig. XV die beliebig angenommenen ¬
Durchmesser AB, DE senkrecht, entwerfe nach
dem Halbmesser AC einen 1000theiligen Maßstab
Num. II, und ziehe den ersten Meridian, der durch
die Insel Ferro gezogen ist, mit 1000 Theilen dieses
Maßstabes. Ferners ziehe man die Breitenkreise, indem ¬
man sowohl über- als unter der Linie AB durch
den 10ten, 20sten u. s. w. Grad Parallelen mit AB
ziehet, und trage den Abstand dieser Breitenkreise über
AB von C aus rechts und links nach B und A, so hat
man dort die Projectionspuncte, durch welche die übti¬XI.