Volltext : Frank, Friedrich Anton: Fassliche Anweisung zur Zeichnung der Netze für Erd- und Himmelskugeln, sowie für die gewöhnlichsten Projektionsarten der Planisphären, Welt- und Land- und Sternkarten

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Man  findet  nähmlich  1)  bey  den  Zeichen:  V8II
den  Zusatz:  werden  unverändert  belassen;  2)
bey  GN  M:  werden  von  180  abgezogen;  3)  bey
M:  werden  zu  180°  addirt;  und  4)  bey
Zu):  werden  von  560  abgezogen;  das  will
nun  so  viel  sagen:  für  1)  werden  die  Grade  der  geraden
Aufsteigung,  wie  sie  die  Tabelle  gibt,  aus  selber  genommen;
für  2)  werden  die  Grade  der  Tabelle  von  180"  abgezogen,
und  der  Rest  gibt  die  gerade  Aufsteigung;  für  5)  werden ¬
  die  Grade  der  Tabelle  zu  180  addirt,  und  die
Summe  gibt  die  gerade  Aufsteigung;  für  4)  werden
die  Grade  der  Tabelle  von  360'  abgezogen,  und  der  Rest
gibt  die  gerade  Aufsteigung.  Nach  dieser  Weisung
wurde  auch  die  gerade  Aufsteigung  für  die  Anfangspuncte ¬
  der  Zeichen  im  Aquator  aufgesucht,  und  durch
punctirte  aus  dem  Mittelpuncte  N  dahin  gezogene  Linien ¬
  angedeutet.  Alles  Übrige  ist  von  selbst  klar,  und
die  Gründe  dieser  Projectionsart  sind  im  §.  14.  nachzulesen; ¬
  übrigens  bedarf  es  wohl  keiner  besondern  Erinnerung, ¬
  daß  die  südliche  Halbkugel  nach  eben  den
Regeln,  als  die  nördliche,  entworfen  wird.  Wenn
man  aber  diese  Entwerfungsart  mit  einiger  Aufmerksamkeit ¬
  betrachtet,  so  zeiget  sich  alsogleich  ihre  Unvollkommenheit ¬
  und  Unbrauchbarkeit  für  die  Geographie;
denn  die  Polarländer  stellet  sie  zu  ausgedehnt  dar,  und
die  nahe  am  Aquator  liegenden  so  zusammen  geengt,
daß  man  sich  gar  kein  deutliches  Bild  von  ihrer  natürlichen ¬
  Lage  machen  könnte.
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