Full text : Frank, Friedrich Anton: Fassliche Anweisung zur Zeichnung der Netze für Erd- und Himmelskugeln, sowie für die gewöhnlichsten Projektionsarten der Planisphären, Welt- und Land- und Sternkarten

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demselben  Maßstabe  genommen,  haben  werden.
Zu
dem  in  diesem  Werkchen  vorgesetzten  Zwecke  langt
hin,  den  Radius  jedesmahl  in  1000  gleiche  Theile
theilen,  und  nach  diesem  die  Maße  vorbesagter  Linien
zu  bestimmen,  so  wie  es  auch  im  Folgenden  immer
geschehen  wird.
C.  Aus  der  Optik  (Sehekunst).
§.  13.
a)  Alle  Lichtstrahlen,  die  von  einem  beleuchteten ¬
  Gegenstande  in  unser  Auge  fallen,  gehen  in
geraden  Linien;  denn  sonst  wäre  es  auch  möglich, ¬
  über  die  Ecke  einer  Gasse  zu  sehen.
b)  Von  unserem  Auge  aus  nennen  wir  diese  Lichtstrahlen ¬
  Sehestrahlen.
c)  Diese  Sehestrahlen  adb  Fig.  I.  machen  an  dem
Auge  einen  Strahlenkegel,  dessen  Spitze  im
Auge,  und  Grundfläche  am  erleuchteten  Gegenstande ¬
  c  ist.
d)  Die  Gränzstrahlen  ad  und  bd  dieses  Strahlenkegels ¬
  bilden  im  Auge  einen  Winkel  adb,  der  der
Sehwinkel  heißt.
e)  Wir  können  kleine  Körper  groß,  und  große ¬
  klein  sehen,  wenn  nähmlich  erstere  unserem
Auge  sehr  nahe,  letztere  von  demselben  sehr  weit
entfernet  sind.  Alles  hängt  von  der  Größe  des
Sehwinkels  ab.  Eine  Fliege  nahe  vor  dem  Auge
erscheint  ungeheuer,  und  die  Sonne  gegen  einen
Luftballon  nur  klein.
            
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