Objekt : Frank, Friedrich Anton: Fassliche Anweisung zur Zeichnung der Netze für Erd- und Himmelskugeln, sowie für die gewöhnlichsten Projektionsarten der Planisphären, Welt- und Land- und Sternkarten

N.

ben  uns  die  Zifferblätter  einer  Thurm=  und  Sackuhr  das
passendste  Beyspiel:  jedes  derselben  ist  in  12  gleiche,  aber
unter  sich  höchst  ungleiche  Theile  getheilt.
Hat  nun  Fig.  V.  der  ganze  Kreis  adbe  360  Grade,
so  kommen  auf  den  halben  Kreis  aeb  180,  und  auf  einen ¬
  Viertelskreis  (Quadrant),  wie  z.  B.  ae,  90  solcher
Grade;  und  da  die  senkrechten  Durchmesser  ab  und  de
den  ganzen  Kreis  in  4  gleiche  Theile,  nähmlich  in  4
Quadranten  theilen,  so  folgt,  daß  auf  jeden  rechten
Winkel,  wie  ace,  90  Grade  kommen,  daß  jeder  spitzige,
wie  bch,  weniger,  jeder  stumpfe  aber,  wie  ach,  mehr
als  90  Grade  haben  müsse.
Um  die  Größe  eines  Winkels  bestimmen,  d.  i.  angeben ¬
  zu  können,  wie  viele  Grade  eines  ganzen  Kreises
dem  gegebenen  Winkel  bce  Fig.  IV.  zukommen,  so
beschreibe  man  aus  seinem  Scheitel  c  mit  einem  beliebigen ¬
  Halbmesser  einen  Bogen  bgf;  wie  viele  Grade
nun  der  von  den  Schenkeln  eingeschlossene  Bogen  bg
haben  wird,  so  viele  Grade  wird  auch  der  Winkel  bee
zu  seinem  Maße  haben.  Umgekehrt  kann  ein  Winkel,
dessen  Maß  gegeben  ist,  verzeichnet  werden,  wenn
man  eine  Linie  ob  zieht,  aus  dem  Puncte  c  einen
Bogen  bf  beschreibt,  von  b  gegenf  die  gegebenen  Grade ¬
  bis  g  zählet,  und  endlich  die  og  ziehet.  Beyde  dieser ¬
  Fälle  lösen  zu  können  hat  man  ein  eigenes  Instrument, ¬
  unter  dem  Nahmen  Transporteur  bekannt;  es
ist  ein  in  180  Grade  getheilter  Halbreis  von  Messing;
allein  sowohl  die  Bestimmung  als  Verzeichnung  eines
Winkels  mittals  des  Transporteurs  ist  höchst  unzuver=
            
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.

powered by Goobi viewer