Full text : Spallanzani, Lazzaro: Versuche über die Erzeugung der Thiere und Pflanzen

Bemerkungen.
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befindlichen  schönen  Gärten  begeben,  zu  einer  Jahrszeit, ¬
  in  welcher  sich  diese  Thiere  in  der  Oesterreichischen
Lombardey  noch  in  ihren  unterirdischen  Löchern  verstekt ¬
  halten.
Frösche,  Kröten,  Salamander  und  eine  unzählbare ¬
  Menge  Insecten  bedürfen,  mehr  oder  weniger, ¬
  zur  Erwekkung  des  Begattungstriebes,  einen
gewissen  Grad  atmosphärischer  Wärme,  anstatt  daß
die  Vögel  und  vierfüßigen  Thiere  derselben  entbehren ¬
  können,  weil  diese  allezeit,  auch  bei  der  strengsten
Kälte,  innere  Wärme  behalten,  woran  es  den  Insecten ¬
  und  Amphibien  fast  gänzlich  mangelt.  Da
also  die  leztern  äußre  Luftwärme  zur  Begattung  bedürfen, ¬
  so  ist  es  natürlich,  daß  der  Trieb  dazu  früher
oder  später  bei  ihnen  erwachen  muß,  je  nachdem  diese
äußre  Wärme  früher  oder  später  von  ihnen  empfunden
wird.
Zweite  Bemerkung.
§.  95.
Ich  habe  in  den  bisher  abgehandelten  fünf  Kapiteln ¬
  gezeigt,  daß  die,  von  den  Fröschen,  Kröten  und
Salamandern  zur  Brutzeit  von  dem  Weibgen  gelegten ¬
  kleinen  runden  Körpergen,  nicht,  wie  man  dafür
hält,  Eier,  sondern  kleine  Thierchen  oder  Fötus  sind:
denn  sie  haben  keine  häutigen  oder  schalenartigen  Hülsen ¬
  um  sich,  wie  die  Jungen  der  eierlegenden  Thiere,
sondern  sie  erscheinen  bloß  und  ohne  Hüllen,  wie  man
bei  den  Thieren,  die  ihre  Jungen  lebendig  zur  Welt
bringen,  wahrnimt,  nur  das  Schafhäutgen  (amnios)
aus=
            
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