74 I. Abh. Erster Abschnitt. Fünftes Kapitel.
sieben Tage dazu erfordert werden. Sodann sind noch
drei oder vier Tage für die kleinen Salamander nöthig, ¬
um sich von der Verbindung mit dem Schafhäutgen, =
und von dem Schleime zu befreien, damit
sie alsdenn zu schwimmen vermögend sind.
Es ist weit schwerer diese kleinen Salamander
zum Auskriechen zu bringen, als Froschlarven: denn
ob man gleich diese Früchte (foetus) der Salamander,
die man unrichtig für Eier hält, in dem Augenblik,
als sie zum Vorschein kommen, ins Wasser legt, und
man auch das Wasser, aus den Orten selbst, worin
die Mutter die sogenannten Eier gelegt hat, genommen ¬
hat; so kommen doch, auch bei der Vorsicht einer
oftmaligen Verwechslung und Erneurung des Wassers,
nur wenige zum Vorschein. Indessen kommen doch
weniger zum Leben, wenn man das Wasser nicht recht
oft erneuert. Wenn endlich auch alle Umstände
gleich sind, so ist die Anzahl der sich entwikkelnden ¬
Salamander doch weit geringer, als bei den
Froschlarven.
§. 90.
Die Schwierigkeit, die man bei Erzeugung der
Salamander erfährt, ist so groß nicht bei ihrer Erhaltung, ¬
wenn sie nur einmal gebohren sind: dann
wachsen sie, und entwikkeln sich: sie können alles Wasser, =
es sei Brunnen=Regen=Fluß= oder Sumpfwasser,
wenn selbiges nur rein ist, vertragen. Wenn man gewisse ¬
kleine Pflanzen, als Meerlinsen, in das Wasser,
worin die Salamander aufbewahrt werden, legt, so
setzen