72 l. Abh. Erster Abschnitt. Fünftes Kapitel.
lamanderei, wie es noch mit seinem Schleime überzogen ¬
ist, nach der Natur gezeichnet vor: No. 2, 3,
4, 5, bezeichnen das nämliche Ei, nachdem es von
seinem Schleime befreiet ist, wie es bei seiner Verlängerung ¬
nach und nach krum wird. Bei No. 6. 7.
sieht man, mit einer schwachen Vergrößerung, wie das
sogenante Ei, bei fernerer Entwikkelung, die wahre Aehnlichkeit =
von einem Salamander annimt. Fig. XVII.
o stellt den nämlichen Salamander stärker vergrößert
vor, wie er noch im Schafhäutgen eingeschlossen liegt.
§. 88.
So lange der Salamander im Schafhäutgen
liegt, findet man ihn nie in einer geradlinigten Lage,
sondern er ist so zusammen gekrümt, daß der Schwanz
dem Kopfe nahe kömt. Man sehe Fig. XVI. No.
6, 7, und Fig. XVII. D. E. Das kan aber nicht
anders sein, weil der Raum des Schafhäutgens für
den Salamander viel zu kurz ist. Indessen er aber
sich in diesem Gefängnisse eingesperrt befindet, verändert ¬
er seinen Platz mit unglaublicher Geschwindigkeit,
indem er den Kopf dahin legt, wo zuvor der Schwanz lag,
und den Schwanz, wo vorher der Kopf war: das geschieht =
nun nicht allein durch äußerlichen Reiz, sondern
auch wenn er in vollkomner Ruhe ist: so lange als er im
Schafhäutgen Nahrung findet, so lange nimt er auch
an Größe zu; bald darauf aber kan diese Hülle ihn
nicht mehr fassen, und sie wird von den wiederholten
Bewegungen, die sie dadurch erleidet, zerrissen, er entschlüpft ¬
aus gedachtem Schafhäutgen, und fängt, vermittelst ¬
geschwinder Bewegungen seines Schwanzes,
an