66 I. Abh. Erster Abschnitt. Fünftes Kapitel.
§. 84.
Während der Begattungszeit der Salamander
sind diese Kanäle mehr oder weniger mit Eiern angefüllt, ¬
die in einer Reihe liegen, und zwar vorzüglich
in dem Theile der Röhre, der sich am After endigt:
wenn man alsdann den Bauch des Weibgens sanft mit
dem Finger drükt, oder auch nur von dem Thiergen
selbst allerlei leichte Wendungen gemacht werden,
kommen Eier aus dem After zum Vorschein, beinahe
eben so, wie ich gezeigt habe, daß das Männgen die
Saamenfeuchtigkeit unter den nämlichen Umständen
von sich läßt §. 80. Die Eier werden, indem sie aus
dem Eierstokke in die Röhren kommen, immer größer,
und überziehen sich mit einem dikken klebrigen Schleime, ¬
wie man auch bei den Fröschen und Kröten wahrnimt; =
nur daß er bei diesen beiden Thierarten viel
häufiger und klebriger ist, sobald das Männgen seinen
Saamen von sich gesprizt, und durch den After des
Weibgens Eingang gefunden hat: wegen der Nähe
werden nur diejenigen Eier, die eben izt gelegt werden
sollen, befruchtet, und die übrigen, die noch in den
Röhren befindlich sind, bleiben unfruchtbar. Ich
habe mich hierüber folgendermaaßen überzeugt.
Wenn die Männgen anfingen den Weibgen nachzugehen, =
so sezte ich diese leztern ganz allein für sich in
Gefäße mit Wasser, und ließ sie Eier legen, welche
aber alle unfruchtbar waren. Ich ließ ferner auch
Männgen und Weibgen beisammen, wo sodenn erstere
verschiednemal den Saamen wegsprizten: hierauf sezte
ich die Weibgen allein in besondre Gefäße, und sahe
nun=