Zeugungsgeschichte der stinkenden Erdkröte. 49
aber niemals haben sie Junge gebracht. Das nämliche ¬
erfolgte auch, wenn ich die Eier aus der Röhre
nahm, durch die sie eben in die Gebärmutter gelangen,
sie blieben ebenfalls alle unfruchtbar: die Erfahrung
hat mich auch gelehrt, daß diejenigen Eier, die in der
Brust= und Bauchhöhle zerstreut liegen §. 66., gleichmäßig =
unfruchtbar bleiben.
§. 70.
Die kleinen Schnüre bestehen aus einer Kette unzählbarer ¬
Eier, wo dennoch eines von dem andern nur
wenig entfernt ist: sie sind aber durch den starken klebrichten ¬
Schleim unter einander vereinigt, welcher auch
allzeit bei den Embryonen der Frösche und Kröten gefunden, ¬
und in den Eierkanälen abgesondert wird. Wenigstens ¬
geschieht es an diesen Orten, wo sich die anfangs ¬
nakkenden Früchte damit bedekken. Ich füge für
diese Kröten keine Abbildung bei, weil die im dritten
Kapitel gegebne Beschreibung hinlänglich ist.
Allein ist denn dieser Leim zur Hervorbringung
der Kröten nothwendig? Ich habe ihn von etlichen
Eiern gänzlich weggenommen, andern habe ich nur einen =
gewissen Theil weggenommen, ohne das Schafhäutgen ¬
(Amnios) zu verletzen, welches in diesen und
andern Kröten sehr sichtbar ist. Ich habe gefunden,
daß Eier, die dieses Leims gänzlich beraubt waren,
unfruchtbar blieben: aber diejenigen, die noch etwas
davon an sich hatten, diese gaben auch Larven. Wenn
das Schafhäutgen Schaden litte, wenn auch gleich die
Eier