Volltext : Spallanzani, Lazzaro: Versuche über die Erzeugung der Thiere und Pflanzen

Zeugungsgeschichte  der  stinkenden  Erdkröte.  43
§.  61.
Das  Weibgen  von  den  beiden  andern  Arten  der
Erdkröten  ist  fünfmal  größer  als  das  Männgen  §.  41.
Allein  in  dieser  Art  ist  das  Männgen  kaum  um  ein
Drittel  kleiner,  als  das  Weibgen  vor  dem  Eierlegen:
und  sobald  dieses  die  Eier  gelegt,  hat  es  kaum  noch  die
Größe  des  Männgens,  dem  es  auch  an  Farbe  gleich
kömt;  doch  ist  das  Weibgen  auf  dem  obern  Theile  seines ¬
  Körpers  mit  gewissen  aschfarbigten  Streiffen  und
Flekken  gezeichnet,  aus  welchen  einige  rothe  Warzen
ähnliche  Erhöhungen  entspringen.
§.  62.
Diese  Kröten  bleiben  das  ganze  Jahr  hindurch  auf
der  Erde,  außer  der  Zeit,  wo  sie  sich  begatten:  alsdann ¬
  gehen  sie  in  die  Gewässer  der  Teiche,  Pfützen,
Moräste  und  Gräben:  aber  in  lebendigen  Wässern  der
Flüsse  und  Ströme,  wo  das  Wasser  einen  gewaltsamen ¬
  schnellen  Strohm  hat,  lassen  sie  sich  nie
antreffen.
§.  63.
Diese  Kröten  verlassen  die  Erde,  sobald  nur  der
Frühling  einige  Zeit  lang  gedauert  hat,  gemeiniglich
im  May  und  in  den  ersten  Tagen  des  Junius:  die
Zeit,  in  welcher  sie  ihre  Begattungstriebe  fühlen,  ist
noch  nicht  der  Termin  der  Begattung  selbst;  denn  die
Erstere  dauert  einen  Monath  lang,  dahingegen  die
Zeit  der  Begattung  sehr  kurz  ist:  allein  in  Monathsfrist
sieht  man  immer  einige  sich  begattende  Paare;  es  zeigt
sich  nicht  bei  allen  gleiche  Lebhaftigkeit,  denn  einige
be¬
            
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.

powered by Goobi viewer