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Erfassung ihrer Moderatorvariablen liegt die Haupthypothese -
zugrunde,"
daß bei ungünstiger Beurteilung
einzelner Aspekte der Arbeitssituation auch bestimmte
emotionale Prozesse unterstellt werden können, derart,
daß individuell relevante Lebensziele und Bedürfnisse
als bedroht wahrgenommen werden. Ob und in welchem Ausmaß
diese Erfahrung individuell virulent wird (und damit
die Entstehung psychischer Störungen begünstigt), ist
abhängig von einer Reihe subjektiver und objektiver
Zusatzbedingungen"
(S. 5). Wie KALLEBERG (values), aber
nicht derart aufwendig (anstelle von Faktorenanalysen
bzw. daraus resultierenden Faktor-Scores wählten sie
pro Skala zur Arbeitssituation ein Markier-Item), ziehen
sie vor allem die den Einzelaspekten von Arbeit zugemessene -
Wichtigkeit heran. Darüber hinaus berücksichtigen
sie aufgrund differenzierterer, von den Arbeitskategorien
ausgehenden Überlegungen, die Beurteilung der regionalen
Arbeitsmarktlage, die der Chancen, einen gleichwertigen
Arbeitsplatz zu bekommen, sowie das Lebensalter.
Die Ergebnisse zeigen zunächst, daß bei einer beruflich
relativ homogenen Stichprobe bereits die direkte Verknüpfung -
von wahrgenommenen Arbeitsaspekten und psychischen
Merkmalen sinnvoll ist (überwiegend signifikante Korrelationen -
von .14 bis .50). Von den wahrgenommenen Arbeitsplatzmerkmalen -
sind die unbefriedigenden! Sozialbeziehungen
sowie die geringe Variabilität der Anforderungen die
wichtigsten Korrelate psychischer Störungen; von den
Indikatoren psychischer Störungen sind die drei letztgenannten -
gleichermaßen mit Arbeitsbedingungen verknüpft,
während bei psychosomatischen Beschwerden die Korrelationen
mit Arbeitsaspekten geringer sind. Nach Dichotomisierung
der Stichprobe anhand der Moderatorvariablen erbringt die
gruppenspezifisch vorgenommene Korrelationsberechnung
differenziertere und zum Teil wesentlich höhere Zusammenhänge: -
Bei Arbeitern, die Arbeitsinhalt und Sozialbeziehungen -
für individuell sehr wichtig halten, ist der
Zusammenhang zwischen wahrgenommener Restriktivität der
Sozialbeziehungen, dem Arbeitsinhalt und negativer
psychischer Befindlichkeit auffallend hoch (im wesentlichen -
zwischen .30 und .60). Demgegenüber sind die
Korrelationen bei den Arbeitern, denen diese Arbeitsaspekte
eher unwichtig sind, auch wenn sie diese als restriktiv
wahrnehmen, gering (kaum über .20). Hier wäre allerdings
künftig anhand der Beobachtung der tatsächlichen Arbeitssituation -
zu prüfen, inwieweit nicht bereits die Bewertung
rückwirkend die Wahrnehmung beeinflußt hat. Die
Restriktivität dieser Arbeitsplatzmerkmale kommt also
wahrscheinlich erst dann zum Tragen, wenn diese Merkmale -
auch für wichtig gehalten werden. Bei den anderen -
Aspekten der Arbeit gilt das nicht, d.h. unab-- -
also auch
hängig von der ihnen zugemessenen Wichtigkeit
wenn sie individuell als unwichtig eingeschätzt werden