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vor ihrer Befruchtung.
Allein, alle die Gründe recht ein zu sehn und zu
bestärken, muß man den zwanzigsten Artikel des drei
und vierzigsten Briefes des Herrn Bonnet an
Herrn Abt Spallanzani in seinen Werken im
zwölften Theile Seite 383. nachlesen, und sich besonders ¬
die 336. und 356. Artikel, in den Betrachtungen =
über die organisirten Körper mit den
Anmerkungen bekant machen; alsdenn hoffe ich, man
werde sich alsdenn eine richtige Vorstellung dieser Streitigkeit ¬
und über ihre Entscheidung machen können.
Herr Caldani, der berühmte Physiolog zu Padua,
hat in seinen Physiologischen Anweisungen (Institutiones -
Physiologicae) alle Ideen des Herrn Bonnet
über diesen Gegenstand angenommen. Die Materie
ist, in der Naturgeschichte der Thiere, allerdings sehr
wichtig, und es wäre auch wohl der Mühe werth, daß
alle Naturforscher ihr Augenmerk darauf richten möchten, ¬
damit doch endlich, wenn es möglich wäre, durch
wiederholte Erfahrungen, diese noch streitige Materie
berichtigt würde.
Die Versuche des Herrn Abt Spallanzani
werden uns über die Bastardthiere noch einiges Licht
geben, da sie uns zeigen, daß die sich unter einander
am nächsten verwandten Thierarten, nicht immer zur
Bastardart die schiklichsten sind. Er hat bemerkt,
daß der Saame der Kröten keine Froschlarven befruchten ¬
wolte, und daß hinwieder der Saamen der Frösche,
keine Larven von Kröten befruchtete, obgleich diese
Kunst=Befruchtungen auf alle mögliche Art verändert,
und in großer Anzahl waren angestelt worden.
Ist dieser Umstand nicht als eine Aufmerksamkeit
göttlicher Vorsehung zu betrachten, damit eine jede
Thierart für sich, und ohne Vermischung immer fort
dauern