Volltext : Spallanzani, Lazzaro: Versuche über die Erzeugung der Thiere und Pflanzen

Geschichte  der  organisirten  Körper,
52
Ich  hoffe,  Dank  zu  verdienen,  wenn  ich  hier
einen  kurzen  Auszug  der  interessanten  Erklärung  beibringe, ¬
  die  Herr  Bonnnet  in  seinem  Werke  im  andern ¬
  Theile  seiner  Betrachtungen  über  organisirte ¬
  Körper  S.  366  gegeben  hat.  Ich  wünsche, ¬
  daß  alle  diejenigen,  welche  sich  richtige  Begriffe
von  der  Erzeugung  machen  wollen,  oder  auch  die,  welche =
  nur  sehen  wollen,  was  Genie,  Vernunft  und  Erfahrung =
  bewerkstelligen  können,  wenn  es  darauf  ankömt, =
  einen  in  Dunkelheit  verhülten  Gegenstand  ans
Licht  zu  bringen,  denen  allen  wünsche  ich,  daß  sie  die
Betrachtungen  über  organisirte  Körper  nachlesen
mögen,  vorzüglich  aber  das  Stük,  welches  ich  hier
angezogen  habe,  weil  dieses  eines  der  allerschönsten
Naturgemählde  ist.  Aus  dieser  Lectüre  wird  man
erst  recht  angetrieben,  dem  menschlichen  Geschlechte  den
verdienten  Werth  zu  geben;  aus  dieser  Lectüre  lernt
man  erst  einsehen,  worinne  die  wahre  Philosophie  bestehe, ¬
  und  man  fühlt  alsdenn  erst  die  Verpflichtungen,
die  unser  Jahrhundert  und  die  Nachkommen,  dem
wahren  Beobachter  und  Naturforscher
schuldig  sind.
Da  ich  nun  endlich  auch  die  Ideen  des  Herrn
Bonnet  aus  einandergesezt,  und  die  Erklärung  der
Befruchtung  des  Fötus  gegeben  habe,  so  wäre  ich  berechtigt, ¬
  diesen  Gegenstand  nun  zu  verlassen,  und  meine ¬
  Erläuterungen  darüber  zu  beschließen:  allein,  ich
glaube  einige  Schwierigkeiten  von  ferne  zu  entdekken,
die  vielleicht  nur  scheinbar,  und  es  auch  wohl  gar  nur
für  mich  sind.  Diese  Schwierigkeiten  nun  mögen  angesehn ¬
  werden,  wie  sie  wollen,  so  kan  ich  doch  nicht
unterlassen,  sie  hier  anzuführen,  weil  ich  nicht  vermöend ¬
  gewesen  bin,  mir  dieselben  aufzulösen;  doch,  indem ¬

            
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.

powered by Goobi viewer