vor ihrer Befruchtung.
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sie es nur einmal durch die Befruchtung empfangen
haben, wie man dieses in den Eiern der Vögel wahrnimt; ¬
oder wenn ihnen die nöthige Wärme, mittelst
der Temperatur der auf sie wirkenden Luft, mitgetheilt
wird, die eben dieselbe Wirkung, wie die Bebrütung,
hervorbringt; welches man bei den Eiern der Insecten
und bei den Larven sieht, die bei einem bestimten Grade ¬
warmer Luft auskriechen.
Nun hoffe ich auch dargethan zu haben, daß
der Einfluß der Wärme auf die Befruchtung, und auf
die Erhaltung des durch die Befruchtung eines Fötus
erlangten Lebens nöthig sei. Es erhellt ganz klar und
deutlich, daß die Wärme, sogleich wie ein Ausdehnungsmittel ¬
wirkt, welches das Eindringen des Saamens, ¬
durch die Mündung der kleinen Oeffnungen der
Frucht befördert; auch wie ein Ausdünstungsmittel,
welches sie von einem Theil Feuchtigkeit befreit, die
der Reizbarkeit schadet, und welche doch für die Frucht
so unumgänglich nothwendig ist. Endlich kan man die
Wärme auch wie ein Reizungsmittel betrachten, das
die Reizbarkeit zu erwekken, und sie zu unterhalten,
das Ihrige beiträgt. Daher muß auch die Saamenfeuchtigkeit ¬
selbst einen gewissen Grad Wärme haben,
wenn sie fruchtbar sein soll.
Endlich muß auch der Fötus die ihm gebührende ¬
Größe erlangen, und seine Theile müssen sich mit
der Unveränderlichkeit entwikkeln, welche einem jeden
Individuum von einerlei Art, die gröste Aehnlichkeit
giebt. Durch was vor Mittel bewirkt aber die Natur
dies alles? Hier auf diesem dunkeln Wege wollen uns
die Versuche nicht weiter Licht geben; allein die Menge
der bekanten Erfahrungen, berechtigt uns Meinungen
anzunehmen, welche an die Stelle der Wahrheit gesezt
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