vor ihrer Befruchtung.
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Es war nun nichts mehr übrig, als zu entdekken, ¬
wie der männliche Saamen in die Frucht eindringen, ¬
und so auf sie wirken kan, daß sie dadurch
Leben bekömt,
Der Herr Abt Spallanzani, dem nichts entgeht, ¬
hat bemerkt, daß die Hülle der Früchte bei den
Fröschen und Kröten, mit viel tausend Oeffnungen versehn ¬
war, die ohnstreitig dazu dienen, daß die Saamenfeuchtigkeit ¬
durch dieselben bis in das lebende Thier
eindringen kan.
Auf was für Art wirkt nun der männliche Saamen, ¬
wenn er in den Fötus eingedrungen ist, in denselben? ¬
Wenn man die hervorgebrachten Wirkungen
beobachtet, wird man auch nicht weiter an der Art,
wie diese Ursache wirkt, zweifeln können. Unser Herr
Abt Spallanzani hat gesehen, wie die Schläge
des Herzens in den Larven weit eher vorgiengen, als
er noch Bewegung in andern Eingeweiden entdekte,
und ehe sich noch die Entwikkelung andrer Organe
und des ganzen Thieres äußerte. Es muß also wohl
der Saamen sogleich seine erste Wirkung in das Herz
machen: allein obgleich seine Wirkung in das Herz
sich erweiset, so wird dieses deshalben nicht allein davon ¬
betroffen, sondern dieser Theil hat nur allein die
Fähigkeit, seine Wirkung zuerst zu empfinden; und dieses ¬
Organ ist auch nur dasjenige, welches eine hinlängliche ¬
Reizbarkeit besizt, merkliche Eindrükke davon ¬
anzunehmen: man kan also auch nicht zweifeln,
daß die Herren Haller und Bonnet nicht Grund
haben solten, zu behaupten, daß der Saamen eine
reizende Feuchtigkeit sei, welche die Reizbarkeit des
Herzens vermehre, und welche, indem sie die erste
Triebfeder der ganzen Maschine in eine stärkere Bewegung ¬
itt Gofit nns
gati