vor ihrer Befruchtung.
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diese fehlt. Allein, wer wolte an ihrer Bewegung
zweifeln, nachdem man überzeugt worden ist, daß sie
wachsen und voller Leben sind: und überdies ist die
Abwesenheit scheinbarer Bewegung nicht ein Beweis,
daß gar keine innerlichen Bewegungen gegenwärtig
sein solten. Was will man von den Starrsüchtigen
sagen, welche doch leben, ohne äußerliche Bewegungen
zu zeigen. Leben die Murmelthiere nicht den ganzen
Winter, ohne äußere Bewegung zu zeigen? lebt nicht
das Hühngen nach seiner Befruchtung im Eie, viele Monathe, =
ohne ein Zeichen der Bewegung von sich zu
geben? Ist es nicht eine bekante Sache, daß das
Räderthiergen (Rotifere) auf dem troknen Lande,
ohne alle Bewegung zwanzig Jahre leben, und das
dem Anscheine nach verlohrne Leben, bei der ersten
Empfindung einer Feuchtigkeit, wieder annehmen kan?
Der Kreislauf der Säfte n so langsam vor sich gehen,
als er will, so kan er doch noch hinreichend sein, die
Früchte (Foetus) und Thiere vor dem Tode zu bewahren; ¬
allein er kan unzulänglich für sie sein, Zeichen
des Lebens von sich zu geben.
Der Förus ist nun bereit und auf dem Punkte sich
zu entwikkeln, es erwartet ihn ein neues Leben; wie
kan er es nun erlangen? Es ist wahr, daß hier nicht
die Rede davon ist, das Geschöpf, das die Mutter
zur Welt bringen soll, zu bilden; ja es ist nicht einmal ¬
nöthig, der Frucht das Leben zu geben, sondern
die Mutter muß nur ihre Entwikkelung befördern,
sie geschwinder zu Stande zu bringen, oder sie nur in
die Verfassung setzen, daß die Frucht binnen einer
Stunde einen unendlich größern Wachsthum bekömt,
als sie in sechs tausend Jahren erhalten hat. Kurz,
die Frucht muß die nöthigen Eigenschaften erlangen,
nach