Volltext : Spallanzani, Lazzaro: Versuche über die Erzeugung der Thiere und Pflanzen

34  I.  Abh.  Erster  Abschnitt.  Drittes  Kapitel.
Nämliche  auch  bei  andern  Kröten,  und  selbst  bei  Fröschen, ¬
  bemerkt  habe.
§.  43.
Während  der  Begattung  giebt  das  Männgen  eine
Art  grunzenden  Tones  von  sich,  den  ich  sonst  nie  bei
diesen  Thieren  gehört  habe:  und  dieser  Laut  wird  stärker, ¬
  wenn  man  es  von  seinem  Weibgen  wegreissen  will,
oder  auch,  wenn  sich  eine  andre  Kröte  nur  nähert,
welche  es  zornig  ansieht,  und  sich  dieselbe,  indem  es
seine  hintern  Schenkel  ausstrekt,  fortzustoßen  bemüht.
§.  44.
Einige  Tage  nach  Anfang  der  Begattung,  wird
man,  bei  genauer  Untersuchung,  an  dem  sehr  aufgetriebenen ¬
  Bauche  des  Weibgens  ein  Auf=  und  Niedersteigen ¬
  und  heftige  Bewegung  wahrnehmen,  während
welcher  die  obern  Theile  breiter  werden,  und  sichtbarlich ¬
  bis  nach  unten  sich  ausdehnen.  In  andern  Fällen
fängt  sich  die  Erweiterung  unter  dem  Bauche  an,  und
endigt  sich  in  den  Obertheilen.  Man  sieht  alsdenn,
daß  das  Weibgen  im  Begriff  ist  Eier  zu  legen,  indem
es  eben  itzt  gleichsam  Geburtsschmerzen  erleidet:  ohne
Zweifel  mögen  sich  zu  der  Zeit  die  Eier  aus  dem  großen
Sak  des  Eierstoks  losreissen,  und  durch  die  krummen
Eierkanäle,  in  die  Gebärmutter  gehn.  Man  sieht
wenigstens,  daß  die  Eier  in  diesen  beiden  Organen,
während  gedachter  Bewegung  sich  befinden,  wie  man
auch  bei  Eröffnung  der  Kröte  mit  völliger  Ueberzeugung
wahrnehmen  kan.
§  45.
            
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