Volltext : Spallanzani, Lazzaro: Versuche über die Erzeugung der Thiere und Pflanzen

vor  ihrer  Befruchtung.
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nicht  groß  sein  darf.  Ferner  würde  es  möglich  sein,
daß  die  größten  Keime,  die  Nahrung  für  die  kleinere
zubereiteten,  und  so  ferner  im  Absteigen,  bis  auf  den
leztern  Keim,  der  sich  dereinst  entwikkeln  wird,  und
seine  Nahrung  von  dem  vorlezten  erhält.
Diese  gegenwärtigen  Ideen  sind  gar  nicht  unwahrscheinlich. ¬
  Es  ist  bekant,  was  für  eine  große
Menge  Blut  zu  den  Geburthstheilen  des  Weibgens
geführt  wird:  die  Menge  der  Säfte,  welche  die  Natur ¬
  darinnen  bereitet,  die  zahlreiche  Menge  der  hier
befindlichen  Gefäße  bringt  mich  auf  die,  ich  glaube
nicht  ungereimte  Vorstellung,  daß  sich  daselbst  die
Durchseiher  für  diese  zur  Nahrung  dienlichen  subtilen
Säfte  befinden.  Und  was  mich  in  meiner  Meinung
bestärkt,  ist  dieses,  daß  die  Nabelschnure  und  das
Schafhäutgen  des  Fötus,  bey  der  Befruchtung  präexistiren, ¬
  auch  diese  beiden  Theile,  wahrscheinlicherweise,
sehr  nothwendig  zu  ihrer  Ernährung  sein  mögen.  Noch
mehr  aber  beweist  dieses,  daß  der  Herr  Abt  Spallanzani ¬
  beobachtet  hat,  wie  die  Larven,  vor  der  Befruchtung, ¬
  mit  dem  Eierstokke,  vermittelst  eines  Stiels
oder  kleinen  Zipfels,  verbunden  sind,  der  vielleicht  die
Nabelschnure  ist,  dadurch  eben  diese  Fötus  genährt
werden,  und  welcher  ohne  Zweifel  das  Mittel  zum
Wachsthum  ist,  den  sie  das  Jahr  ihrer  Entwikkelung
bekommen.  Ja  sie  reissen  sich,  sobald  als  sie  befruchtet ¬
  werden  sollen,  vom  Eierstokke  los,  weil  die  Frucht
in  ihren  Häuten  die  nothwendige  Nahrung  für  ihren
Zustand  findet,  und  auch  den  Schleim  in  den  Eiergängen =
  antrift.  Weil  nun  also  die  Früchte,  vor  ihrer
Befruchtung,  mit  dem  Eierstokke,  durch  ein  Gewebe  von
Gefäßen,  verbunden  sind,  so  muß  auch  wohl  dasselbe
zur  nöthigen  Circulation  der  Säfte  zwischen  der  gröC ¬
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sten
            
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