vor ihrer Befruchtung.
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solte, nicht die Wirkung eines vom Ursprunge der
Welt festgesezten Gesetzes, oder das Resultat einer,
auf alle Zeiten ihrer Existenz, gemachten Einrichtung
wäre? und welches Mittel könte wohl zu dieser Absicht ¬
dienlicher sein, als dasjenige, welches wir in der
Natur von dem alweisen Schöpfer angewendet sehen?
Alle Geschöpfe, die entstehen solten, wurden vom
Anfange her, mit allen ihren Organen, und in ihrer
Gestalt geschaffen: sie waren ohne alle Vergleichung,
weit kleiner bei dem Kinde, das nur gebohren wird,
bei dem kleinen Eichbaume, der aus der Eichel kömt,
als dieses Kind in Vergleichung mit dem großen ausgewachsenen ¬
Menschen, und die kleine Eiche gegen
diejenige ist, die künftig ganzen großen Heerden kühlende ¬
Schatten giebt: Von nun an begreift man auch,
daß gedachte, und bewunderte Aehnlichkeit unter allen
Geschöpfen, von einerlei Art, nicht dem Zufal überlassen =
sein kan. Ein jedes Individuum hat seine Glieder, ¬
seine Organe, seine Bildung; und da ein jedes
auch das Vermögen besizt, und auch künftig immer
behalten wird, die ausgearbeiteten Nahrungsmittel,
in seine Substanz zu verwandeln, und durch diese mit
seiner Substanz gemachte Vereinigung, bis auf einen
bestimten Grad zu wachsen; so wird diesem allen zufolge, ¬
ein jedes Individuum, von dem Zeitpunkte seiner ¬
Erschaffung an, immerfort almäligentwikkelt, ohne
daß es an seiner Gestalt eine Veränderung litte; nur
aber blos an der Größe muß es eine Zunahme bekommen. =
Es ist zu verwundern, daß diese Idee, welche
unserm Verstande zuerst einfält, nicht sogleich durch
ihre große Wahrscheinlichkeit Eindruk gemacht, und
Anlaß gegeben hat, die Beweise dieser Wahrheit viel
eher aufzusuchen, die sich Haller, und der Herr Abt
Spal¬