vor ihrer Befruchtung.
tungen zur Genüge wissen, daß die Keime in dem Weibgen ¬
und Saamenkörngen, schon vor der Befruchtung
präexistiren, so lehren diese uns auch, daß die Fötus,
in den Weibgen und Körngen wesentliche Stükke derselben =
ausmachen: so, daß die Körner und Weibgen,
im ersten Augenblikke der Schöpfung, die Theile bekommen ¬
musten, die ihnen wesentlich gehörten, nämlich
die Keime zu deren Entwikkelung sie bestimt würden.
Allein, da die weiblichen Keime nach ihrer Entwikkelung ¬
zur fernern Vermehrung ihrer Art dienen solten
so musten auch diese weiblichen Früchte die männlichen
und weiblichen, die zu dieser Vermehrung dienen
solten, in sich halten; und so immerfort, bis ans
Ende der Welt. Denn man kan es sich nicht anders
porstellen, als daß ohne alle diese Keime, das erste
Weibgen eines jeden Thieres, jedes erste Saamenkorn ¬
jeder Pflanze, unnüz, für die zukünftige Zeitfolge, ¬
und folglich fehlerhaft gewesen sein müsten.
Ueberdies, da Gott durch algemeine Gesetze die
ganze Welt regiert, hat er auch alle Wirkungen an
diese Gesetze gebunden, und ihre Verhältnisse so eingerichtet, ¬
daß jene durch diese hervorgebracht, und
fortgesezt werden konten. Da nun aber die Aufschliessung =
oder Entwikkelung organisirter Geschöpfe ein algemeines ¬
Naturgesez zu sein scheint, so ist auch ganz klar,
daß dasselbe bei allen Geschöpfen, wo es nur immer
möglich ist, gelten muß: doch können sie die Wirkung
desselben nicht anders erfahren, als wenn sie so eingerichtet ¬
sind, wie es dem algemeinen Plane und der
Einrichtung der Welt gemäß ist. Und da die Geschöpfe ¬
diesem Gesetze nicht eher haben unterworfen werden ¬
können, als beim ersten Augenblikke ihrer Entstehung, ¬
so müssen sie auch vom Anbeginn so eingerichB =
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