vor ihrer Befruchtung.
ten Verbindungen zwischen Ursachen und Wirkungen
im gemeinen Leben einsehen, und sich dennoch vorstellen, ¬
daß die allerwichtigsten und merkwürdigsten
Begebenheiten, welche die deutlichsten Spuren der
Vernunft und Weisheit zeigten, die einzigen wären,
welche keine ihren Wirkungen angemessene Ursache ¬
zum Grunde hätten — eine solche Art zu schlüssen
ist mir ganz fremd, und ich bin überhaupt nicht im
Stande, mir einen wahren Atheisten vorzustellen.
Die Entstehung der Krystallen läßt sich leichter
denken, deren almälig zusammengehäuften Theile,
durch gewisse Umstände so bestimt werden können, daß
sie sich immerfort auf einerlei Art an einander legen,
demohngeachtet aber sind sie blos zusammengehäufte
Theile, die zusammen eine todte Masse bilden, welche
sich nicht weiter verändert, sondern immer einerlei Ansehn ¬
behält: man trift bei ihr kein Leben, keinen Kreislauf ¬
der Säfte, keine Assimilation an, sondern ihre
Vergrößerung wird von aussen her durch Ansetzung der
Theile bewirkt, und ist gar nicht ein Werk, das durch
stete Ausarbeitung geläuterter Säfte in dem Körper
selbst entsteht; so daß, wenn man auch annehmen
könte, daß die Uebereinstimmung, welche nun schon
seit sechs tausend Jahren, in den Krystallgestalten statt
findet, zufällig wäre, (welches doch die Stetigkeit
derselben nicht zu denken gestattet): demohngeachtet
hieraus kein Beweis für die Epigenesis hergenommen
werden könte.
Man muste also dem zu Folge diese mit der Natur ¬
streitende, und von der Vernunft verworfne Hypothese ¬
aufgeben: allein, der unruhige Mensch, ganz
mit einer wichtigen Erscheinung erfült, giebt die Hofnung ¬
nicht auf, ihren Ursprung zu entdekken: seine
Erwar=