Bemerkungen.
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die Körngen größer wären, dann würde auch die Weite
des Kanals beträchtlicher sein.
Um diese Bemerkung zu ihrer Gewißheit zu bringeu, ¬
müste man Achtung geben, ob alsdenn, wenn die
Pistille das Auge keine Hohlung entdekken lassen, die
Körnergen nicht auch unsichtbar sein würden. Man
müste die Untersuchung anstellen, entweder wenn sie
offen, oder auch wenn sie noch verschlossen wären.
Allein wenn diese kleinen Körnergen noch kenntlich sind,
und die dazu gehörigen Pistille zeigten keine Oeffnungen,
dürfte man doch nicht schlüssen, daß gar keine vorhanden ¬
wären.
Der berühmte Linnee zählt in seiner sehr schönen ¬
Abhandlung, die: Begattungen der Pflanzen ¬
(sponsalia plantarum) betittelt ist, und welche ich
für die beste in seinen academischen Ergötzlichkeiten ¬
halte, unter verschiedne Kennzeichen auch
dieses, daß das Weibgen der Pflanzen, wenn es nach dem
Männchen Verlangen trage, den Staubweg eröffnet
gegen die männliche Pflanze gerichtet habe, und ihn
auch sogleich verschließe, wenn das Weibgen vom Männgen =
befriedigt worden sei. Gratiola, sagt er, oestro
venereo exagitata pistillum stigmate hiat rapacis instar
draconis, nil nisi masculinum pulverem affectans, at
satiata rictum claudit. Er bedient sich eben dieser Ausdrükke =
auch bei andern Pflanzen.
Ich will nun das nur erinnern, daß, wenn man
nicht gerade den Zeitpunkt trift, wo die Pflanze von
Liebe erhizt ist, die kleine Mündung des Pistills entweder ¬
noch nicht eröfnet, oder schon wieder verschlossen ¬
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