Full text : Spallanzani, Lazzaro: Versuche über die Erzeugung der Thiere und Pflanzen

Bemerkungen.
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Feuchtigkeit  aus  ihnen  herausfließen.  Hieraus  kan
man  schlüssen,  daß  der  Ueberrest  der  Bläsgen,  der  von
der  Befruchtung  zurük  bleibt,  sich  in  unsre  Atmosphäre
mischt,  an  allerlei  Körper  anhängt,  und  dessen  Bläsgen ¬
  gar  bald  zerplatzen,  und  ihre  concentrirte  Feuchtigkeit ¬
  verbreiten,  es  geschehe  nun,  daß  die  Feuchtigkeit ¬
  zu  ihrem  Aufspringen  beytrage,  wie  die  Dünste  oder
Thaue  und  Regen  nothwendig  auf  sie  wirken  müssen:
Alles  das  giebt  mir  zu  erkennen,  daß  die  befruchtende  Kraft
des  Staubes  nicht  lange  nach  der  geschehenen  Befruchtung ¬
  dauern  muß,  vornämlich  wenn  es  geregnet  hat,
wie  man  dieses  an  verschiednen  Blumen  wahrnimt,
welche  unfruchtbar  sind  wenn  sie  blühen,  wenigstens
indem  es  regnet,  weil  der  Regen  die  Bläsgen  des  Blumenstaubes ¬
  zerreist,  ehe  sie  noch  zu  den  Pistillen  gelangen,
um  die  Embryonen  in  den  Eierstökken  zu  befruchten;
wie  auch  dieses  von  vielen  Naturforschern  bemerkt
worden  ist.
Es  sei  dem  wie  ihm  wolle,  so  solte  man  doch  bei
dem  Bingelkraute  und  bei  noch  andern  Pflanzen  mehr,
Achtung  geben,  wie  lange  wohl  der  Blumenstaub  seine
befruchtende  Wirkung  behielte:  es  würde  diese  Bemerkungge ¬
  wiß  von  großer  Wichtigkeit  sein.
§.  XLVI.
Man  nimt  als  eine  ausgemachte  Wahrheit  an
daß  die  Befruchtung  der  Pflanzen  alsdenn  statt  habe,
wenn  die  Bläsgen,  oder  kleinen  Körnergen  des  Staubes,
sich  durch  die  kleinen  Körnergen  des  Pistills,  mehr  oder
weniger  der  Länge  nach  in  diesen  Kanal  hinein  zögen,
oder
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