Volltext : Spallanzani, Lazzaro: Versuche über die Erzeugung der Thiere und Pflanzen

Bemerkungen.
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von  Fröschen  und  Kröten  erhält  seine  Kräfte  verschiedne
Tage,  nachdem  er  aus  dem  Körper  dieser  Amphibien
genommen  ist;  und  eben  so  verhält  es  sich  auch,  mit
dem  Staube  der  Palmblüte,  in  Beziehung  auf  die
weibliche  Blüte  dieser  Pflanze,  wo  doch  die  befruchtende
Kraft  verschiedne  Tage  in  dem  Staube  verblieben  war,
§.  XLIII.  allein  der  Saamen  der  Thiere  wird  unfruchtbar, =
  wenn  er  aus  dem  Körper  gedachter  Thiere  gezogen ¬
  worden  ist,  wenn  auch  nicht  so  gar  lange  Zeit  verflossen ¬
  ist.  Soll  ich  sagen,  daß  auch  dieses  dem  Blumenstaube ¬
  begegnet,  wenn  die  Blumen  abgefallen  sind?
Wenn  man  die  natürliche  Ursache,  warum  der  Thiersaamen ¬
  seine  befruchtende  Wirkung  verliehrt,  genau
erwägt,  so  scheint  es,  daß  dieselbe  auf  den  Blumenstaub =
  gar  nicht  anwendbar  sey,  denn  jener  geht  in  einer ¬
  nicht  allzu  langen  Zeit  in  Fäulniß:  kan  man  ihn
aber  vor  dieser  schützen,  so  behält  er  auch  seine  befruchtende ¬
  Kraft.  Allein  es  ist  schwer  zu  glauben,  daß  der
Blumenstaub  oder  die  darinne  enthaltene  feinere  Theile
dieser  Veränderung  unterworfen  sein  solten.  Die  von
sehr  geschikten  Naturforschern  gemachten  Untersuchungen ¬
  haben  bewiesen,  daß  diese  Feuchtigkeit  von  öhlichter =
  Beschaffenheit  wäre,  und  sich  ungerne  mit  Wasser
vermischen  lasse;  *)  hieraus  solte  man  doch  schlüssen,
daß  sich  dieselbe  nach  Art  andrer  Oehle  lange  erhalten
müsse:  und  folglich  müste  auch  die  befruchtende  Kraft
des  Blumenstaubes  weit  länger,  als  man  glauben  solte,
dauern;  vielleicht  Monathe,  vielleicht  wohl  gar  verschied ¬
 =
  Memoir,  de  l'  Acad.  de  Berl.
Ee
            
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