Full text : Spallanzani, Lazzaro: Versuche über die Erzeugung der Thiere und Pflanzen

Bemerkungen.
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der  weibliche  Baum  gar  bald  Früchte,  und  reife  Körner ¬
  trug:  allein  folgendes  Jahr  wurde  dieser  aufs  neue
unfruchtbar,  weil  der  männliche  Baum,  der  in  einem
Gefäße  stand,  wieder  an  seinen  vorigen  Ort  zurük  gebracht ¬
  worden  war.  *)
§.  XLIII.
Der  rühmliche  und  glükliche  Versuch,  den  Gleditsch ¬
  mit  der  Schirmpalme  (Chamaerops)  gemacht  hat,
ist  sattsam  bekannt:  dieser  Palmbaum  stand  im  königlichen ¬
  Garten  zu  Berlin,  und  hatte,  ob  er  gleich  vierzig ¬
  Jahr  alt  war,  noch  nie  Früchte  getragen.  Dieser
scharffinnige  Naturforscher  fiel  gar  bald  darauf,  daß
es  daher  kommen  müsse,  weil  im  ganzen  Garten  kein
einziger  männlicher  Palmbaum  befindlich  war,  und
weil  es  auch  nicht  thunlich  war,  einen  solchen  dahin
bringen  zu  lassen,  so  verschafte  er  sich  von  einem  männlichen ¬
  Baume  dieser  Art  eine  Parthie  Staub,  und
puderte  damit  die  Blumen  seines  weiblichen  Palmbaums, ¬
  die  nachher  zu  rechter  Zeit  ihre  Früchte  brachten. ¬
  Die  in  die  Erde  gesäeten  Kerne  giengen  auf,  und
wurden  zu  jungen  Palmbäumen,  da  indessen  die  andern
Blüten  dieses  Baums,  welche  von  dem  Staube  nicht
waren  getroffen  worden,  ihre  Früchte  abfallen  ließen:
in  den  wenigen,  die  auch  angesezt  hatten,  waren  keine
Kerne,  und  waren  auch  keine  befruchteten.  **)  Ueberdies ¬
  muß  man  noch  anmerken,  daß  der  angewendete
Staub
*)  Physique  des  Arbres,  T.  I.
)  Mem.  de  l'Academ,  de  Berl.  1767.
            
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