426 II. Abhandlung. Fünftes Kapitel.
ohne Grund angenommen hat, daß die beiden unzählbaren ¬
Heere organisirter Geschöpfe, vielleicht nur
eine einzige große Familie ausmachen.
S. XLII.
Das Basilikum und Bingelkraut sind zwei Pflanzen, ¬
welche, nebst vielen andern, die Nothwendigkeit
des Blumenstaubes zur Befruchtung erweisen; besonders ¬
verdient die leztre eine philosophische Bemerkung.
Einige weibliche Bingelkrautstökke, die ganz nahe bei
der männlichen Pflanze ihrer Art standen, blieben unfruchtbar, ¬
die kleine Menge Staub, die diese Blume
bringt, verstattet nicht, daß er sich in der Luft weit
umher verbreitet, §. XXXIII. XXXVI; wenn man
sie aber nahe zu den männlichen Pflanzen sezt, so fangen ¬
sie alsdenn an fruchtbare Körner zu tragen,
§. XXXIV. Ist die Nachbarschaft noch näher, berühren
die männlichen und weiblichen Pflanzen einander, so
sind alle Körner fruchtbar. XXXV. Man entferne
aber nur die männlichen Pflanzen von den weiblichen,
sogleich werden diese wieder unfruchtbar. §. XXXVI.
Diese sonderbare Erfahrung ist derjenigen ganz
vollkommen gleich, welche auch Bernhard Jüssieu
und du Hamel gehabt haben, da sie einen weiblichen
Therbentinbaum in einem Garten zu Paris stehen hatten, ¬
welcher alle Jahre zwar blühete, aber keine Früchte ¬
trug, weil in demselbigen Garten kein männlicher
Baum stand, der ihn befruchten konte, und deswegen
diese beiden aufmerksamen Männer drauf bedacht waren, ¬
einen solchen dahin zu pflanzen, worauf denn
der