Volltext : Spallanzani, Lazzaro: Versuche über die Erzeugung der Thiere und Pflanzen

Bemerkungen.
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Man  kan  daher  nicht  glauben,  daß  der  Embryon
der  Pflanzen,  blos  mechanisch  in  den  Eierstökken  hervorgebracht ¬
  sei;  und  da  ich  gezeigt  habe,  daß  derselbe
nicht  vom  Staube  männlicher  Blumen  herrühre,  so
muß  auch  nothwendig  folgen,  daß  derselbe  im  Eierstokke ¬
  präexistire:  ja  wir  haben  noch  einen  stärkern  Beweis ¬
  dieser  Präexistenz,  den  man  in  der  Physischen
Gemeinschaft  des  Embryons  mit  dem  Körngen,  vermittelst ¬
  gedachter  Verbindungsmittel,  oder  deutlicher
zu  reden,  in  dem  in  diesem  Theile,  von  mir  entdekten  zusammenhängenden ¬
  Bande,  antrift;  denn  es  ist  ganz
unstreitig  gewiß,  daß  Körngen,  und  Embryon  nur  ein
ganzes  organisches  Wesen  ausmachen.
Da  nun  aus  diesem  allen  ganz  natürlich  fliest,  wie
ich  sattsam  dargethan  habe,  daß  die  Körner  in  den
Eierstökken  präexistiren,  und  zwar  schon  lange  vor  dem
Aufblühen  der  Blumen  präexistiren,  so  kan  ich  nicht
begreifen,  warum  man  nicht  behaupten  könte,  daß
auch  die  Präexistenz  der  Embryonen  eine  ausgemachte
Wahrheit  wäre.
6.  Xk.
Als  sich  vor  einigen  Jahren  der  berühmte  dänische
Etatsrath,  O.  F.  Müller,  zu  Genf  befand,  so  machte
er,  in  Gesellschaft  des  Herrn  Carl  Bonnet,  einen
Versuch,  welcher  dem  hier  beschriebenen,  sehr  ähnlich
war.  Er  zeigte  nämlich,  wie  die  kleinen  Erbsenkörnergen ¬
  in  den  Schoten,  schen  vor  dem  Aufblühen  der
Blumen,  in  der  Reihe  darinnen  lagen,  und  also  folglich =
  noch  ehe  der  Blumenstaub  seine  befruchtende  Wirkung ¬

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