420 III. Abhandlung. Fünftes Kapitel.
rere Theile zusammenhängt, wie die Geniste, Erbse,
Bohnen und Kichererbsen §. IV. VII. IX. beweisen.
Allein wenn ich auch keinen Zusammenhang zwischen
dem Embryon und Körngen gefunden habe, so will
das nicht soviel sagen, es giebt gar kein Verbindungsmittel ¬
unter diesen Theilen; sondern es zeigt nur an,
daß man dasselbe, wegen seiner sehr großen Feinheit,
und seiner Durchsichtigkeit halber, mit dem Auge nicht
erkennen kan: so, daß auf eben die Art, wie sich die
Embryonen, an welchen man das Band erkent, mitten ¬
in der Höhle des Körngens entwikkeln, und stets
zunehmen, wie diejenigen, bei welchen man ihre Verbindung ¬
nicht entdekt; so sind wir ebenfals berechtigt
zu glauben, daß die Verbindung des Pflänzgens nebst
seinen Saamenblättern in diesen hier so gut Statt habe,
als in denen, wo wir sie gefunden, und mit unsera
Augen gesehn haben. Die äußerste Zartheit oder Feinheit, ¬
und vornehmlich die Durchsichtigkeit dieser Bänder, ¬
kan sie dem Gesichte entziehn; aber, außer dem
Beweise, den uns das Kochen der Embryonen im
§. XXXVIII. giebt; haben wir auch ein auffallendes
Beispiel an den Larven der stinkenden Erdkröte: während ¬
sie in der Feuchtigkeit des Schafhäutgens schwimmen, ¬
kan man keinen Zusammenhang oder Verbindungsmittel ¬
an ihnen entdekken, ob es gleich durch
die Nabelschnure gemacht wird: und nur blos
die Durchsichtigkeit ist die Ursache, daß man
dies Verbindungsmittel, oder den Zusammenhang, nicht
mit dem Auge entdekken kan.
Man