26 I. Abh. Erster Abschnitt. Zweites Kapitel.
mern 1, 2, 3, Fig. V. Tafel I. sehen kan. Die kleinen ¬
Kugeln, so wie die Eier, die in ihnen enthalten
sind, leiden im Wasser folgende Veränderungen. Die
kleine Kugel wird größer, das Ei ebenfalls, und jene
verlängert sich, so wie sich auch das Ei zu gleicher Zeit
verlängert; es stößt an eine rund gestaltete Haut,
die in der Schleimkugel ist; welche sich sodenn, auf
einer Seite in zwei Theile trent. So wie das Ei grösser ¬
wird, so wird auch der dadurch entstandne Riß
größer, endlich bleibt die Haut getheilt, und stellt
zwei Abschnitte einer Kugel, oder zwei hohle Halbkugeln ¬
vor. Sodenn entdekt man allmälig noch eine
zweite runde Haut, die aber viel feiner, und weniger
sichtbar, als jene erstere ist. Sie ist ganz mit Feuchtigkeit ¬
angefüllet, und stellt gleichsam das Schafhäutchen ¬
der Froschlarve vor, wie sich in der Folge deutlich
zeigen wird. Indem sich nun die beiden Hälften des
Eies von einander absondern, oder doch nur in wenig
Punkten noch vereinigt bleiben; so werden sie auch
von der zarten Haut (amnios) getrent, sie dehnen sich
nicht weiter aus, sondern die innere feine Haut,
(amnios) wird nicht allein dikker, und sichtbarer, sondern ¬
dehnt sich auch genug aus, um vielmal größer
zu werden: das Ei nimt ebenfalls zu, und theilt sein
Wachsthum auch nach und nach der Haut mit, welche ¬
davon in gleichem Verhältniß, ausgespant, oder
ausgedehnt wird.
§. 29.
Wenn sich die Larve vergrößert hat, so wird der
eine äußerste Theil des Körpers dikker, und der andre
schwä¬