Volltext : Spallanzani, Lazzaro: Versuche über die Erzeugung der Thiere und Pflanzen

Bemerkungen.
419
men  ist,  als  wenn  der  Embryon  in  dieser  gedachten
Flüssigkeit  ganz  frei,  ohne  irgend  einen  Zusammenhang
mit  dem  Körngen  selbst  entdekken  zu  lassen,  schwämme;
allein  ich  habe  die  Verbindungsorgane  oder  die  Bänder, ¬
  durch  welche  er  mit  dem  Körngen  zusammenhängt,
ganz  deutlich  gesehn.  Man  nimt  sie  in  der  gemeinen
Bohne,  dem  Meerrettig  und  Hybiscus  Syriacus  sehr
genau  wahr:  ich  will  nur  von  dem  schleimigten  Gewebe
sagen,  welches  von  der  einen  Seite  der  beiden  Saamenblätter ¬
  entspringt,  sich  in  das  Pflänzgen  verliehrt
und,  indem  das  Gewebe  auf  der  andern  Seite  der  Saamenblätter ¬
  herauskömt,  sich  mit  den  innern  Theilen
des  Körngens  verbindet,  und  seinen  deutlichen  Zusammenhang ¬
  mit  demselben  zeiget,  §.  VI.  VIII.  XIX.
Dieses  Gewebe  ist  wahrscheinlicher  Weise  nichts  anders, ¬
  als  eine  Anhäufung  von  kleinen  Gefäßen,  wie
man  etwan  in  der  Nabelschnure  bei  Thieren  antrift,
die  bestimt  sind,  dem  Pflänzgen  und  den  Saamenblättern ¬
  ihre  Nahrung  zuzuführen.  Diese  Nahrung  kann
nun  entweder  in  der  Feuchtigkeit,  die  im  Körngen  enthalten ¬
  ist,  bestehen,  welche  sich  durch  die  kleinen  Gefäße ¬
  zieht,  und  noch  mehr  vervolkomnet;  oder  es  ist
die  Substanz  des  Körngens  selbst,  von  welcher  das
Pflänzgen  nebst  den  beiden  Saamenblättern  ihre  Nahrung ¬
  erhalten:  wenigstens  nimt  man  wahr,  daß  so
wie  die  leztern  in  ihrer  Größe  zunehmen,  sich  auch
die  innere  Substanz  des  Körngens  verliehrt,  und  nichts
als  eine  bloße  Haut  oder  Schale  übrig  bleibt;  aber
auch  außer  dieser  sichtbaren  Verbindung  unter  dem
Embryon  und  dem  Körngen,  habe  ich  auch  vielmals
gefunden,  daß  derselbe  mit  dem  Körngen  durch  mehDd ¬
  3
rer
            
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.

powered by Goobi viewer