Volltext : Spallanzani, Lazzaro: Versuche über die Erzeugung der Thiere und Pflanzen

Bemerkungen.
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nicht  gleich  in  der  Höhle  der  Körner  erscheine,  hernach,
unter  der  Gestalt  eines  Punktes  von  schleimigter  und
ungeformter  Materie,  gesehn  würde:  der  in  einer  Feuchtigkeit ¬
  schwimme,  ohne,  daß  man  lange  Zeit  den  feinen ¬
  Zusämmenhang  mit  dem  Körngen  entdekken  kar,
welcher  aber  allmählig  in  dieser  Feuchtigkeit  zunimt
und,  aus  einer  ungeformten  Masse,  ein  organisirter
Körper  wird.
Solche  Beweisgründe  würden  diesem  großen  Naturforscher ¬
  hinlänglich  genug  sein,  zu  glauben,  daß
sich  der  Embryo  in  dem  Körngen  erzeuge,  und  wahrscheinlicherweise ¬
  aus  der  Feuchtigkeit,  worinne  er
schwimt,  seinen  Ursprung  nähme.  Wenn  wir  aber
nach  strengen  Vernunftschlüssen  urtheilen  wollen,  und
keine  Vorurtheile  gelten  sollen;  so  finde  ich  diese  Beweise ¬
  doch  unzulänglich,  denn:
Erstlich  begreift  man  gar  leicht,  wie  eine  Feuchtigkeit, ¬
  oder  jede  andre  unorganisirte  Substanz  einen
organisirten  Körper  nähren  könne,  und  man  sieht  diesen ¬
  Umstand  täglich  bei  den  Menschen,  Thieren  und
den  Pflanzen:  aber  das  ist  nicht  so  leicht,  einzusehen,
wie  ein  unorganisirter  Körper,  fester  oder  flüssiger  Art,
sich  blos  durch  mechanische  Gesetze  organisiren  soll;  ja
Beredsamkeit  und  Geschiklichkeit  werden  es  nie  dahin
bringen,  zu  glauben,  es  wäre  ein  Thier  oder  Pflanze,
und  wenn  es  auch  die  unförmlichsten  und  am  wenigsten
gezierten  sein  solten,  blos  durch  eine  mechanische  Zusammenhäufung ¬
  von  Theilen  entstanden.
Zum
Dd
            
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