Volltext : Spallanzani, Lazzaro: Versuche über die Erzeugung der Thiere und Pflanzen

Zeugungsgeschichte  des  Laubfrosches.
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sich  zu  lassen:  das  Gegentheil  aber  findet  statt,  sobald
nun  die  Eier  angefangen  haben  aus  dem  After  auszufließen; ¬
  wenn  man  das  laichende  Weibchen  öfnet,  und
seine  Eier  ins  Wasser  legt,  doch  aber  mit  der  Vorsicht,
diejenigen,  die  der  Oeffnung  des  Afters  am  nächsten
waren,  in  einem  besondern  Gefäße  zu  beobachten;  so
wird  man  sehen,  daß  einige  davon  ausgebrütet  werden, ¬
  da  inzwischen  die  andern  verderben:  aus  dieser
Beobachtung  kan  man  nun  ganz  deutlich  erkennen,
daß  die  Saamenfeuchtigkeit  sich  ein  wenig  in  die  innern
Theile  des  Afters  zieht,  oder  von  dem  Männchen  dahin ¬
  gesprizt  wird;  oder,  wie  es  mir  wahrscheinlich  vorkömt, ¬
  daß  die  außerhalb  befruchteten  Eier,  welche
zunächst  an  der  Oeffnung  des  Afters  sind,  wieder  in  den
Körper  des  Froschweibgens  zurückgehen,  wenn  der
Beobachter  es  eben  zu  öffnen  wegnimt,  und  wenn  es
aufhört,  noch  mehrere  aus  der  Gebärmutter  zu  entlassen. ¬

§.  27.
Nach  Verhältniß  dieses  kleinen  Frosches,  sind  auch
dessen  Eier  sehr  klein,  eine  Hälfte  an  denselben  ist  gelb,
die  andre  ist  schwarz;  und  wenn  man  sie  aus  den
Canälen  der  Eier,  oder  aus  der  Gebärmutter  nimt,
so  findet  man  sie  mit  dem  klebrigen  Schleim  überzogen,
den  Rösel  nicht  bemerkt  hat,  weil  er  versichert,  daß
man  ihn  nur  an  den  Eiern  fände,  die  sich  zwölf  Stunden ¬
  im  Wasser  befunden  hätten.
§.  28.
Jedes  Ei  ist  in  eine  kleine  Schleimkugel  eingeschlossen, ¬
  wie  man  auf  dem  Kupfer  unter  den  Nummern =

B.5
            
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