Volltext : Spallanzani, Lazzaro: Versuche über die Erzeugung der Thiere und Pflanzen

386  III.  Abhandlung.  Drittes  Kapitel.
tembers  waren  die  übrigen  drei  Kürbisse  auch  vollends
ganz  reif  worden,  ich  schnitt  sie  ab,  und  hob  ihre
Kerne  in  drei  besondern  Säkgen  auf,  um  sie  zu  untersuchen; ¬
  ich  fand  auch  sogleich,  daß  die  beiden  Saamenlappen =
  die  Kerne  ganz  ausfülten,  und  alle  Kenzeichen
einer  volkomnen  Reife  an  sich  hatten.
s.  XXI.
Bis  hieher  sind  die  Resultate  bei  dieser  Pflanze  denen, ¬
  die  mir  die  Körner  des  Basilikums  gewährten,  so
ziemlich  ähnlich  gewesen,  welche,  ob  sie  gleich  nicht
durch  den  Staub  befruchtet  worden  waren  §.  XVIII.,
dennoch  das  Ansehn  der  Volkommenheit  an  sich  hatten;
es  ist  dieses  zwar  wahr,  daß  sie  aus  der  Erde,  worein
man  sie  gesäet  hatte,  nicht  aufgegangen  waren,  und
ich  stelte  mir  vor,  daß  es  eben  auch  so  mit  den  Kernen
von  den  obenerwähnten  Kürbissen  gehen  würde:  dieß
soll  aber  durch  Erfahrung  erst  bestätigt  werden.  Ich
ließ  die  Kerne  an  der  Sonne  troknen,  und  hernach
säete  ich  davon  am  10ten  Oktober  in  drei  besondre  Gefäße ¬
  hundert  funfzig  Stük,  nämlich  in  jedes  funfzig,
soviel  ich  aus  jedem  Kürbis  genommen  hatte;  die  Witterung ¬
  war  ziemlich  regenhaft  und  kalt,  weswegen  ich
auch  genöthigt  wurde,  meine  drei  Töpfe  mit  den  Kürbissen ¬
  an  einen  Ort  zu  setzen,  wo  die  Luft  hinlänglich
warm  war:  der  Erfolg  entsprach  auch  meinen  Erwartungen: ¬
  ob  ich  gleich  glaubte,  daß  gar  keiner  von  den
Kernen  fortkommen  würde,  so  fanden  sie  sich  doch  fast
alle,  denn  funfzehn  Tage,  nachdem  sie  waren  gestekt
worden,  hatten  sieben  und  dreißig  Stük  gekeimet;  den
8ten  November,  waren  hundert  sieben  und  dreißig  aus
der
            
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